Emmanuel Pahud | Dreamtime

Welch eine musikalische Klangreise: von Mozarts Andante KV 315 über Carl Reineckes Konzert op. 283 und die Ballade op. 288, Ferruccio Busonis Divertimento op. 52 und Krzysztof Pendereckis Konzert zu Toru Takemitsus „I Hear the Water Dreaming“. Es ist eine Auswahl, die die tonlichen Besonderheiten der Flöte vor allem in der unteren und mittleren Lage ausdrucksvoll zur Geltung bringt. Natürlich fehlt es nicht an virtuosen Effekten in allen Registern, aber der romantisch-dunkle Grundton des Programms ist wunderbar komponiert.


Träumte sich Mozart angesichts des noch allzu unvollkommenen Instruments seiner Zeit mit Tönen, die die Romantik vorausahnen, die anstehenden Innovationen im Instrumentenbau herbei, so hatte Carl Reinecke Maximilian Schwedler, den Soloflötisten „seines“ Gewandhausorchesters Leipzig, im Ohr. Dieser versuchte auf der Basis des Barocktraversos mit einem umfangreichen Mechanismus, der Böhm-Flöte eine historisch orientierte Klangfarbe entgegenzusetzen. Und mit Jean-Pierre Rampal wurde Penderecki letztendlich auch durch einen ganz außergewöhnlichen Widmungsträger beflügelt.
Außergewöhnlich ist denn auch das, was Emmanuel Pahud aus dieser Zusammenstellung hervorzaubert. Neben der unglaublichen tonlichen Vielfalt und musikalischen Ausdruckskraft gerät seine technisch-virtuose Souveränität fast zur Nebensache.
In den durchweg kammermusikalisch konzipierten Orchesterpartituren mit ihren teilweise raffinierten Bläsersätzen verschmilzt das Münchner Rundfunkorchester unter Ivan Repušić perfekt mit dem Ausnahmesolisten.

Holger Arnold

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Emmanuel Pahud | Dreamtime

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Dreamtime. Werke für Flöte und Orchester von Penderecki, Reinecke, Mozart, Busoni und Takemitsu; Emmanuel Pahud, Münchner Rundfunkorchester, Ivan Repusic (2019); Warner Classic