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Trio Zimmermann | J.S. Bach: Goldberg Variationen

Wie lange mag es gedauert haben, bis endlich auch das letzte Stäubchen Unebenheit und Ungereimtheit sich verflüchtigt hatte? Das Trio Zimmermann hat, nach zahlreichen Auftritten im Konzert und mehreren Aufnahme-Etappen, nun eine Einspielung der Bach᾽schen Goldberg-Variationen vorgelegt und dabei die Bearbeitungsvorlage durch Dmitri Sitkovetsky immer weiter verfeinert, stets möglichst eng ausgerichtet am Original für Cembalo.


Details zur Stimmverteilung und Fragen der Ornamentierung haben dabei eine wichtige Rolle gespielt.
Alle Mühen im Vorfeld wirken hier vollständig überwunden und vergessen. Die Einspielung erscheint wie aus einem Guss. Schon das Thema atmet Ruhe und sphärische Gelassenheit. Sanft grundiert das Cello, silbrig thront oben die Geige, organische Verbindung erzeugt die Bratsche. Ausgewogenheit ist ohnehin Trumpf. Das betrifft Tempi und Artikulation, rhythmische Prägnanz und Spielfreude. Ob der Fanfaren-Charakter in der „Französischen Ouvertüre“, der elegische Moll-Charakter in Variation 25 oder die ebenso flankierenden wie fordernden Triller mit den darüber und darunter gesetzten Akzenten in der drittletzten Variation – alles sitzt im Lot mit einer seltenen Mischung aus Genauigkeit und Spontanität. In der letzten Variation paaren sich volksliedhafte Einfachheit und choralhafte Feierlichkeit.
Kultivierter lässt sich das wohl nicht spielen. Nun sind die Mitglieder des Trio Zimmermann seit Jahren bereits bestens aufeinander geeicht. Dieses Selbstverständnis mündet, nach Beethoven, Hindemith u. a., hier bei Bach nun in einer Gelöstheit, die so selbstverständlich und gleichzeitig so schwer zu erreichen scheint. Ein Muster von hohem Wert!

Christoph Vratz

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Trio Zimmermann | J.S. Bach: Goldberg Variationen

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Bach: Goldberg-Variationen BWV 988; Trio Zimmermann: Frank Peter Zimmermann, Antoine Tamestit, Christian Poltéra (2018); BIS (SACD)

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