Schulz, Weyse: | Klavierwerke

Christine Schornsheim widmet Johann Abraham Peter Schulz (1747-1800) hier ein Porträt, das ihn als bedeutenden Komponisten in der Generation der Bach-Enkel-Schüler zeigt.

Viel kennen wir nicht mehr von Johann Abraham Peter Schulz (1747-1800). Wenn überhaupt, so dürfte er noch als Komponist der Melodie zu Matthias Claudius’ „Der Mond ist aufgegangen“ geläufig sein. Christine Schornsheim widmet ihm hier ein Porträt, das ihn als bedeutenden Komponisten in der Generation der Bach-Enkel-Schüler zeigt. In Berlin wohnte er bei seinem Lehrer, dem Bach-Sammler Johann Philipp Kirnberger, arbeitete an dessen Satzlehre mit und erhielt eine umfassende Ausbildung. Sein Opus 1, die „Six diverses pièces“, demonstriert gleichsam die Klavierstile seiner Zeit mit Präzision und Geschmack; und während die Nummer zwei bis fünf sich – in großer Originalität – klar auf die Bach-Söhne Carl Philipp Emanuel und Johann Christian beziehen, bildet gleich das erste ein offenes Bekenntnis zum Wohltemperiertem Klavier des alten Bach.
Seine dreisätzige Sonate op. 2 sprüht geradezu vor klavieristischen Einfällen, kontrapunktisch-melodischem Geschick und perfekter Formdramaturgie. Am Schluss der Hauptteile entfesselt Schornsheim am Hammerklavier von Melchior Guante von 1800 einen umwerfenden, wuchtig-glänzenden Orchesterklang – die Spitze einer Farbpalette von hinreißendem Reichtum, die die harmonischen und expressiven Nuancen der Musik Schulz’ wunderbar zur Geltung bringt.
Schornsheim ergänzt diese kostbaren Raritäten durch einen Variationszyklus von Schulz’ Schüler Christoph Ernst Friedrich Weyse (1774-1842) – er zeigt sich ebenfalls als klavieristisch ergiebiger Komponist, wenngleich hinter seiner Musik nicht jener tiefe Hintergrund hörbar ist, der Schulz’ Musik so faszinierend prägt.

Friedrich Sprondel

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Schulz, Weyse

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Schulz, Weyse: Klavierwerke; Christine Schornsheim, Fortepiano (2012); Capriccio