Roberto Negro | Papier ciseau

Roberto Negro ist Mitglied einer hochkarätigen französischen Jazzkooperative, deren Flaggschiff das Grand Orchestre du Tricot ist (CD: „Tribute to Lucienne Boyer“). Acht Musiker aus Orléans, ein Autor/Schauspieler und ein Videokünstler aus Orléans bilden das Tricollectif. Zu ihnen stieß als „Eingereister“ der avantgardistische Pianist und Soundtüftler Negro. Das Medizin- und Molekularbiologie-Studium gab er für den Jazz auf.

Um seine ungewöhnliche Biografie kreist alles – wie zuletzt beim Soloalbum „Kings and Bastards“. „Ich bin Italiener, geboren in Turin, meine Eltern waren Unternehmer. Nach dem Krieg machte mein Vater ein Diplom in Agronomie. Dann kam der Wiederaufbau, er war unternehmenslustig, leitete eine Fabrik, die glaube ich Kabel herstellte. Ende der 1970er-Jahre zogen meine Eltern nach Kinshasa.“ Roberto lernte Französisch und hatte einen afrikanischen Klavierlehrer.

Die Klangerzeugung markiert für ihn immer den ersten Kontakt mit der Musik – mal inspiriert von Messiaen und Ligeti, mal von Euro-Disco der Neunzigerjahre und Rhumbas aus Zaire. Mit „Papier Ciseau“ malt Negro seine Kinderstube neu aus. Das Basteln mit Elektronik begann in der Gruppe DaDaDa mit Michele Rabbia und Emile Parisien, 2018 kam ihr fulminantes Debüt. Negro arbeitet mit Klängen wie Matisse mit den Scherenschnitten für „Jazz“ (1947).

Karl Lippegaus

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Roberto Negro: Papier ciseau

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Musik:
4,00
Klang:
4,50

Roberto Negro: Papier ciseau; Roberto Negro (p, kb), Emile Parisien (ss), Valentin Ceccaldi (b), Michele Rabbia (dr, electronics); Label Bleu/Broken Silence

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