Renaud Garcia-Fons &Claire Antonini | Farangi

Es gibt wohl niemanden, der eine derart einzigartige und unverwechselbare Klangsprache entwickelt hat wie der französische Bassist Renaud Garcia-Fons. Ganz abgesehen davon, dass er mit stupender, stets jedoch zweckdienlicher Virtuosität sämtliche technischen Raffinessen von Doppelgriffen über Glissandi bis zu Flageoletts aller Arten in rarer Perfektion beherrscht, bringt er seinen 5-Saiter außerdem mit aberwitzig ausgefeiltem Bogen-Einsatz zu in höchsten Tönen jubilierendem Singen. Und dies gern auch mal mehrstimmig per Loop-Machine, was faszinierende Zwiegespräche mit sich selbst ermöglicht, die der 1962 geborene Sohn eines bekannten katalanischen Malers obendrein auch noch perkussiv auf seinem Instrument illustriert.


Was zusammen mit seiner immensen Musikalität, die souverän Klassik, Jazz, orientalische Musik und Flamenco für eigene Klangbilder nutzt, zu überwältigenden Hörerlebnissen von bestechender Intensität führt. ­Weshalb sich angesichts seines neuen Duo-Albums „Farangi“ mit Claire Antonini an
Theorbe und Lauten auch nicht die Frage stellt, ob diese aufregende Synthese aus barocken Klängen und moderner Improvisation denn Jazz sei.
Dass seine renommierte Partnerin auch traditionelle persische Musik studierte, kommt ihren 19 zart leuchtenden Preziosen mit so poetischen Titeln wie „Sylvains d’Orient“ oder „Comme un derviche amoureux“ jederzeit zugute. Ihr „Farangi du baroque l’orient“ ist als grenzenüberschreitende Begegnung unterschiedlicher Kulturen und Zeitläufte ein schlicht hochemo­tionaler, melodisch wie rhythmisch überwältigender Saitenzauber in zeitloser Frische und faszinierender Klangpracht.

Sven Thielmann

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Renaud Garcia-Fons & Claire Antonini | Farangi

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Renaud Garcia-Fons & Claire Antonini: Farangi; Claire Antonini (Theorbe, Laute), Renaud Garcia-Fons (b) e-motive / Galileo