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Raphaela Gromes | Richard Strauss: Sonate F-Dur

Der Öffentlichkeit war die Urfassung von Richard Strauss’ Cellosonate bislang unbekannt. Nun holen die Cellistin Raphaela Gromes und ihr Klavierpartner Julian Riem die unbeschwerte, virtuosere Version des beliebten Jugendwerks von 1881 in einer Ersteinspielung aus dem Archiv ans Licht und begeistern mit ihrer sorgfältigen, frischen, im Detail mannigfaltigen Interpretation.


Den Kopfsatz, von dem Strauss in der späteren Überarbeitung noch am meisten übernahm, gestalten die beiden mit viel Schwung und großem Ton. Im freundlichen Larghetto spannt Raphaela Gromes einen weiten Melodiebogen und wechselt gemeinsam mit Julian Riem zwischen Intimität und großer Ansprache. Das duftige, an Mendelssohn erinnernde Finale der Urfassung hat effektvolle Steigerungen und fein modellierte Girlanden. Selbst dröge Tonwiederholungen erhalten eine stimmige Phrasierung.
Die Cellistin verfügt über eine enorme Farbpalette, mit der sie das neu komponierte Andante ma non troppo der späteren Version verschatten kann. Geheimnisvoll klingt das im Flautando – Pianist Julian Riem zaubert dazu die passende Grundlage. Wie überhaupt das Zusammenspiel der beiden in Sachen Artikulation, Klangfarben, Agogik und Balance in jedem Moment glückt. In den arrangierten Liedern wie „Die Nacht“ op. 10/3 oder „Morgen!“ op. 27/4 spürt man das gemeinsame Atmen. Raphaela Gromes singt auf ihrem Instrument, Julian Riem gefällt durch hohe Sensibilität und sein ganz durchsichtiges Klavierspiel. Mit der abschließenden, von Riem arrangierten Rosenkavalier-Suite zeigt das Duo erneut seine Musikalität und startet mit gedehnten Walzern und viel klanglicher Raffinesse eine Charmeoffensive, der man sofort erliegt.

Georg Rudiger

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Raphaela Gromes | Richard Strauss: Sonate F-Dur

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Strauss: Sonate F-Dur (Urfassung von 1881 und Fassung von 1883), ausgewählte Lieder, Rosenkavalier-Walzersuite; Raphaela Gromes, Julian Riem (2019); Sony Classical

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