Noah Preminger | After Life

In seinem Konzeptalbum „After Life“ verwandelt Noah Preminger tiefsinnige Überlegungen in wundervolle Töne. Schon von Jugend an beschäftigte den Tenorsaxofonisten die Frage, was er nach seinem Tod alles vermissen würde: Im Booklet seines Albums schreibt er vom Verlust zwischenmenschlicher Beziehungen, dem Staunen über Natur­erscheinungen bis hin zum Sound einer Metropole.


Eine futuristische Welt: „die wir bewohnen könnten, wenn wir die Erde dereinst verlassen müssen“ kreiert Preminger in sieben Eigenkompositionen. Dafür verschafften die jedem Titel zugrunde liegenden Gedichte von Ruth Lepson dem Saxofonisten zusätzliche Inspirationen. Eine stimmige Ergänzung dazu ist „Nothing World“, das auf der Arie „Ombra mai fu“ aus Händels Oper „Serse“ basiert. Es wird von Kim Cass’ vorwärtstreibenden Basslinien eingeleitet, bis Noah Preminger das klangvolle Thema vorstellt. Nach und nach folgen ihm die Musiker seiner Band und ergänzen den Beitrag des Leaders mit ähnlich sensiblen Improvisationen. Mit seiner nuancenreichen Phrasierung und der faszinierenden Gestaltung seiner Saxofon-Chorusse wird Premingers Auszeichnung im Fachmagazin Down Beat als bester Saxofonist in der Rising Star Kategorie voll eingelöst.
„World Of Groth“ erhält von Max Lights’ vitalisierenden Gitarren-Riffs von Beginn einen gewaltigen Schub. Die Kollektivimprovisationen zwischen dem Tenorsaxofonisten und dem brillanten Trompeter Jason Palmer stecken voller Spannung. Sie entladen sich in einer gewaltigen, motivreichen Soli-Folge und bereiten nach der erneuten, überraschend auftauchenden Präsentation des Themas durch die Bläser den Diskurs des Gitarristen vor. Ein exzellentes, an Höhepunkten reiches, zeitgemäßes Modern Jazz-Album.

Gerd Filtgen

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Noah Preminger | After Life

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Noah Preminger: After Life; Noah Preminger (ts), Jason Palmer (tp), Max Light (g), Kim Cass (b), Rudy Royston (dr) Criss Cross / Harmonia Mundi