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Maddalena Del Gobbo | Maddalena And The Prince

Intim, geheimnisvoll dunkel, stets nobel klingt das Baryton, ein „Ableger“ der Gambe mit Resonanzsaiten. Anscheinend genau das richtige Instrument für einen Prinzen: Fürst Nikolaus I. von Esterházy liebte und spielte es. Er beauftragte seinen Kapellmeister Joseph Haydn, so viel als möglich dafür zu komponieren.


Man weiß von 163 Werken, davon 126 Trios für Baryton, Bratsche und Cello. Drei davon präsentiert Maddalena del Gobbo auf dieser CD und stellt sie weiteren Werken für diese Besetzung gegenüber – von Andreas Lidl und Aloisio Luigi Tomasini sowie einer Sonate für Gambe und Cembalo von Franz Xaver Hammer. Alle Komponisten spielten das heute aus der Mode gekommene Baryton selbst, alle waren Mitglieder der fürstlichen Kapelle. Insofern wirft man mit diesem Album auch einen Blick in das Musikleben auf Schloss Esterházy.
Hammer war vielleicht der größte Virtuose, man hört es seiner Sonate an. Maddalena del Gobbo serviert sie technisch souverän und mit Anmut gemeinsam mit dem Cembalisten Ewald Donhoffer. Mit ihren Streicherkollegen Robert Bauerstatter, Viola, und David Pennetzdorfer, Cello, verschmilzt sie auf dem Baryton zu einem homogenen Klang. Mit viel Geschmack musiziert das Trio diese galante Musik. Lidl und Tomasini verstanden ihr kompositorisches Handwerk, ihre Stücke sind frisch und abwechslungsreich. Doch Haydns Meisterschaft und Fantasie sticht heraus, sei es formal, sei es harmonisch oder in originellen Setzweisen. Zuweilen muss das Baryton Basstöne zupfen und die anderen Streicher begleiten. Was seiner Rolle als „Prinz der Instrumente“ – zu dem Maddalena del Gobbo es erhebt – keinen Abbruch tut.

Elisabeth Richter

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Maddalena Del Gobbo | Maddalena And The Prince

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Maddalena and the Prince. Haydn: Baryton-Trios Nr. 27, 97, 111, Lidl: Divertimento Nr. 3, Hammer: Gambensonate Nr. 1, Tomasini: Trio; M. del Gobbo, R. Bauerstatter, D. Pennetzdorfer, E. Donhoffer (2018); Deutsche Grammophon

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