Joshua Redman Quartet | Come What May

Es ist nicht lange her, da veröffentlichte Joshua Redman mit „Still Dreaming“ ein Erinnerungsalbum an seinen Saxofon spielenden Vater und dessen Supergroup „Old and New Dreams“. Zweifelsohne eines der besten Jazzalben der letzten Zeit. Nun legt er mit seinem Ur-Quartett nach.


Nach zwei Dekaden ist damit eine Formation zurück, mit der sich vier junge Musiker zur Jahrtausendwende vorgestellt hatten und gleich weite Beachtung fanden. Tatsächlich spielen die vier auf „Come What May“ ihren Straight-ahead-Jazz aus einem Guss, jederzeit in der Tradition verhaftet und doch das Heute fest im Blick.
Redman ist ein Meister – auch und vielleicht gerade weil er immer wieder betont, dass er auf dem Gebiet des Jazz noch so viel zu lernen habe. Tatsächlich wohnt seinem starken Ton eine immer intensiver werdende inhärente Kraft inne. Die Musik laufen zu lassen, um sich in wilden Skalen zu verlieren, ist seine Sache nicht. Redman ist kein Schnellspieler – und gleicht damit seinem Vater.
Es ist die exzellente Rhythmusgruppe von Reuben Rogers am Bass und Gregory Hutchinson am Schlagzeug, die die ­idea­le Basis bietet, um die Musik mit jenem Quäntchen Extradrive ein ums andere Mal zum Abheben zu bringen. Pianist Aaron Goldberg ist der ideale Sekundant und übernimmt, wenn Redman die Themen etabliert hat. Zugegeben – hier wird der Jazz nicht neu erfunden. Aber in den sieben Eigenkompositionen setzt der Saxofonist auf ebenso komplex gebaute wie mitreißende Themen. Das macht die Platte zum echten Hinhörer!                                                                                              

Tilman Urbach

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Joshua Redman Quartet | Come What May

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Vijay Iyer & Craig Taborn: The Transitory Poems; Vijay Iyer (p), Craig Taborn (p); ECM / Universal

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