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Janne Mark | Kontinent

Sie tritt vorzugsweise in Kirchen auf, nicht nur wegen der tollen Akustik. Die dänische Songwriterin Janne Mark singt bei Jazz-Gottesdiensten, schreibt Kirchenlieder, die sie schon mal beim Kirchentag präsentiert; mit ihrem Bassisten Esben Eyermann ist sie für das Musikprofil einer Kirche für Jugendliche in einem Kopenhagener Problemviertel zuständig.

„Musik und Kirche sind für mich etwas Göttliches,“ sagt sie, „mit direkter Verbindung zur Quelle der Schöpfung: Gott.“ In ihren Liedern stützt sie sich auf die dänische Hymnentradition, erneuert sie aber und verleiht ihr einen ganz heutigen Singer/Songwriter-Touch, indem sie Jazzmusiker wie Verneri Pohjola oder Arve Henriksen mit einbezieht.
Letzterer ist, wie schon auf Janne Marks erstem internationalen Album „Pilgrim“ (2018), erneut dabei; sein von Jon Hassel inspirierter, ätherischer, dank Elektronik oftmals wie eine Flöte anmutender Trompetenton kontrastiert aufs Schönste mit der Folk-Fiddle des Geigers Nils Økland. Waren auf „Pilgrim“ lauter eigene Lieder auf Dänisch zu hören, ergänzt die Sängerin diese auf „Kontinent“ um Traditionals aus anderen (nord-)europäischen Ländern. Aus England stammt eine Kirchenhymne mit Blech, Harmonium und Trommel („Kingsfold“), aus Schottland ein frommes gälisches Wiegenlied („Taladh Chriosta“), aus Norwegen ein getragener Gesang ohne Worte, aber mit einem Titel, der alles sagt („O du min Immanuel“). Arve Henriksen bringt einen zweiteiligen Psalm mit, in dem er auch eine Spoken-Word-Einlage gibt. Janne Mark entführt mit klarer, engel­gleicher Stimme in Sphären, in die man eintauchen können sollte. Andernfalls wird’s bald eintönig.

Berthold Klostermann

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Janne Mark | Kontinent

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Musik:
4,00
Klang:
4,50

Janne Mark: Kontinent; Janne Mark (voc), Arve Henriksen (tp, electronics), Nils Økland (v), Henrik Gunde (p), Esben Eyermann (b), Bjørn Heebøll (dr) ACT/Edel

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