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Insula orchestra, Laurence Equilbey | Farrenc: Sinfonien Nr. 1 u. 3

Die französische Dirigentin Laurence Equilbey hat schon Anfang der 1990er-Jahre den Kammerchor accentus gegründet. 2012 hat sie sich dann auch noch ein Sinfonieorchester gegönnt, das Insula orchestra, das jetzt auch das Hausorchester des Pariser Kulturzentrums La Seine musicale ist. Das Orchester nutzt je nach Repertoire historische Instrumente, und mit diesem historisch informierten Ansatz haben Equilbey und das Insula orchestra jetzt die erste und dritte Sinfonie von Louise Farrenc eingespielt.

Farrencs Sinfonien erfreuen sich in letzter Zeit immer größerer Beliebtheit, das letzte Album mit Farrenc-Sinfonien kam vor einem reichlichen Jahr auf den Markt. Das liegt nicht nur daran, dass nach und nach Werke von Frauen in den Blickpunkt rücken, sondern vor allem, weil Farrencs Sinfonien mitreißend sind und eine willkommene Repertoire-Ergänzung. Zu ihrer Entstehungszeit, Anfang, Mitte der 1840er-Jahre, komponierte zudem eigentlich niemand in Paris Sinfonien. Die Grand Opera dominierte das Musikleben. Aber Farrenc schwamm wie so oft in ihrem Leben gegen den Strom und schrieb drei Sin-fonien, deren erste und dritte sie auch öffentlich mit großem Erfolg aufführen konnte. Vorbild für ihre Musik ist die Wiener Klassik und natürlich vor allem Beethoven, aber Farrenc entwickelt durchaus ihren eigenen Stil: Themen werden schroff gegeneinander ausgespielt und den Bläsern weist sie eigene Motive, Melodien und Dialoge zu, verwebt sie dann mit den Streichern, sodass ein kammermusikalischer Eindruck entsteht. Die Musik hat aber immer auch sinfonische Dramatik und Energie. Dass dies in dieser Aufnahme zu hören ist, liegt vor allem an Equilbey, die viele Tempi sehr zügig nimmt und so Farrencs Musik einen wunderbaren Drive gibt.

Dorothee Riemer

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