Inge Brandenburg | I Love Jazz

Vor einiger Zeit erinnerte Marc Boettcher mit seiner einfühlsamen Buch- und Filmbiografie sowie dem Album „Sing! Inge Sing!“ an Inge Brandenburg. Bereits 1958 wurde die charismatische Sängerin beim Deutschen Jazzfestival in Frankfurt stürmisch gefeiert. Zwei Jahre später errang sie beim Festival Européen du Jazz in Antibes als „beste europäische Jazz Sängerin“ eine weitere bedeutende Auszeichnung. Trotz dieser Erfolge durchlebte die durch eine traumatische Kindheit belastete Künstlerin in der Folgezeit auch die Abgründe des Musikgeschäfts.


Zwei Dekaden nach ihrem Tod und anlässlich ihres 90. Geburtstags machte sich Marc Boettcher nochmals in Privat- und Rundfunkarchiven auf die Suche nach bislang unveröffentlichten Aufnahmen. Auf welche musikalischen Pretiosen er dabei stieß, dokumentieren jetzt 18 zwischen 1959 und 1971 eingespielte Stücke. Schon bei den ersten Titeln von „I Love Jazz“ begeistert Inge Brandenburg mit swingendem „A Taste Of Honey“ und einer hinreißenden Version von „Cry Me A River“. Dafür sorgt auch die kongeniale musikalische Begleitung durch das Südfunk-Tanzorchester unter der Leitung von Erwin Lehn.
Auch die Auftritte der Sängerin mit anderen Big Bands wie „Stella By Starlight“ mit dem WDR-Orchester Kurt Edelhagen oder das rauchzart vorgetragene „On The Sunny Side Of The Street“ mit SFB-Tanzorchester unter der Leitung von Paul Kuhn unterstreichen Brandenburgs stimmliche Ausdrucksvielfalt. Ebenso eindringlich kommt ihr Gesang in kleinen Besetzungen zur Geltung. In „What’s The Matter, Daddy“ mit dem Klaus Doldinger Quartett entpuppt sie sich als extrovertierte Blues-Sängerin und, im Kontrast dazu in „Round Midnight“, begleitet vom Quartett des Pianisten Michael Naura, als stilvolle Balladen-Interpretin.

Gerd Filtgen

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Inge Brandenburg: I Love Jazz; Inge Brandenburg (voc), Kurt Edelhagen, Paul Kuhn u. a. (Orchester), Klaus Doldinger (ts), Michael Naura (p); Unisono / Edel