Dorantes | La Roda Del Viento

Jahrzehnte nach Kolumbus startete Ferdinand Magellan 1519 von Sevilla ein Abenteuer, das als erste Weltumsegelung 1522 endete. Die der Portugiese in spanischen Diensten freilich nicht mehr erlebte, weil er bereits im Jahr zuvor auf Mactan ums Leben kam. So viel zum historischen Hintergrund von „La Roda Del Viento“, mit dem der aus andalusischem Gitano-Flamenco-Uradel mit höchst illustrer Verwandtschaft stammende David Peña Dorantes in farbenreicher Opulenz das 500. Jubiläum der Magellan’schen Expedition zelebrierte.


Was in fünf Movimientos, die vom Aufbruch in Sevilla über die Atlantikquerung bis zur Heimkehr der „Victoria“ wesentliche Momente nachzeichnen, als unkonventionell klanggewaltiges Abenteuer ertönt. Mit einem Chor, der die typischen cantes des Flamenco hinreißend in imposantem Cinemascope-Format jubeln lässt. Akzentuiert von flirrender Percussion, die in rauschhafter Pracht auch Latin-Einflüsse spiegelt. Dazu gesellen sich packende Streicherklänge, die erfrischend vital markante Strukturen setzen. Überglänzt vom virtuosen Dorantes am Flügel, der dort flirrenden Saitenzauber der guitarra flamenca mit impressionistischen Einflüssen und Jazz aller Couleur samt avantgardistischer Klangelemente zu höchst eigenen Soundscapes verbindet. Was mit Chor und Orchester seine grandios dynamische Oper „La Roda Del Viento“ zu einem Meilenstein des modernen Flamenco erhebt.

Sven Thielmann

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Dorantes: La Roda Del Viento

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Musik:
4,50
Klang:
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Dorantes: La Roda Del Viento; Dorantes (p, comp, arr, ld), Isidro Suarez (perc), Coral CfDH (voc), Solisten des Real Orquesta Sinfonica de Sevilla; Flamenco Scultura / Galileo MC

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