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Augustin Hadelich | Bohemian Tales - Dvorák, Janácek, Sur

Augustin Hadelich ist ein brillanter Geiger und ein schnörkellos ehrlich gestaltender Musiker von Format.


Wie perfekt und vor allem auch intonationsrein er den Solopart des technisch immer wieder heiklen Dvorák-Violinkonzertes meistert, das ist beeindruckend. Klarheit der Linienführung, Spannung und Intensität von der ersten bis zur letzten Note prägen diese Interpretation. Das ist hoch kultiviertes Musizieren bei völliger instrumentaler und emotionaler Kontrolle, genau abgezirkelt, ohne Manierismen und mit einer gewissen Strenge, letztlich vielleicht etwas zu berechenbar.
Dvoráks a-Moll-Violinkonzert stehen hier Werke für Violine und Klavier kontrastreich gegenüber. Gewissermaßen als Zugabe zum Abspannen nach dem furiosen Finale des Violinkonzertes erklingt ein romantisches Juwel, das Larghetto aus den Romantischen Stücken op. 75, man darf sich zurücklehnen. Mit Leoš Janáčeks ekstatischer Violinsonate und den Vier Stücken op. 17 von Josef Suk, der Dvoráks Schwiegersohn und Schüler war, setzen Augustin Hadelich und sein britischer Klavierpartner Charles Owen markante Akzente in zwei divergenten und hoch expressiven Meisterwerken der tschechischen Violinliteratur.
Mit dem Titel „Bohemian Tales“ ist das Programm treffend charakterisiert, besonders auch im Hinblick auf die zwei Dvorák-Miniaturen, die den Ausklang bilden. Hadelichs Arrangement des nostalgischen Liedes „Als die alte Mutter“ aus dem Liedzyklus „Zigeunermelodien“ und der von Fritz Kreisler transkribierten Humoreske op. 101/7 kann man kaum widerstehen, das ist Romantik pur.

Norbert Hornig

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Augustin Hadelich | Bohemian Tales - Dvorák, Janácek, Sur

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Bohemian Tales. Dvorák: Violinkonzert, Romantisches Stück op. 75 Nr. 4 u. a., Janácek: Violinsonate; Suk: Vier Stücke op. 17; Augustin Hadelich, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Jakub Hrusa, Charles Owen (2018/19) Warner Classics

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