Albrecht Mayer – Mozart: Werke (Bearbeitungen) für Oboe und Orchester

Das einzig vollständig überlieferte Oboenkonzert von Mozart hat Albrecht Mayer selbstverständlich längst aufgenommen. Mit den vorliegenden höchst originellen Bearbeitungen hat er nun das Mozart-Repertoire für Oboe in teilweise verblüffender Art und Weise erweitert.

Eröffnet wird der Reigen vom Fragment des Oboenkonzertsatzes F-Dur KV 293, dessen 61 einleitende Takte von Gotthard Odermatt sachkundig zu einem vollen Satz ausgearbeitet wurden. Die Singstimmen des „Ave verum corpus“ KV 618, vereinigt in einem Englischhorn-Part, klingen ebenso überzeugend wie die wunderbare Konzertarie „Ah, se in ciel, benigne stelle“ KV 538 für Oboe.

Völlig neu wirken die Adaptionen des Konzertes für Flöte und Harfe KV 299 für Oboe und Cembalo sowie der Konzertarie „Ch’io mi scordi di te“ KV 505 mit obligatem Klavier für Oboe d’amore und Fortepiano. KV 299 wurde von C-Dur nach B-Dur transponiert und das Oboenpaar im Orchester durch Klarinetten ersetzt, was allein schon den Orchesterklang nachhaltig verändert. Zusammen mit Oboe und Cembalo anstelle von Flöte und Harfe entstand daraus ein ganz anderes, aber dem Original absolut ebenbürtiges Stück. Der Violinpart des Rondos C-Dur KV 373  ist auf der Oboe absolut überzeugend, wie auch die dreisätzige Motette „Exsultate jubilate“ KV 165, die das Programm als wunderschönes Konzert für Oboe d’amore beschließt.

Was Mayer an Tonschönheit, musikalischer Gestaltungskraft und technischer Perfektion hören lässt, ist einfach umwerfend. Vital Julian Frey an den Tasteninstrumenten und die von Mayer geleitete Deutsche Kammerphilharmonie Bremen erweisen sich dabei als perfekt agierende Partner.

Holger Arnold

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Albrecht Mayer – Mozart: Werke (Bearbeitungen) für Oboe und Orchester

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Albrecht Mayer – Mozart. Werke (Bearbeitungen) für Oboe und Orchester; Albrecht Mayer, Vital Julian Frey, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (2020); Deutsche Grammophon

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