Fotos: Sven Thielmann

JIM HALL

Eine Ikone wird 90: Jim Hall definierte die Rolle der Gitarre im Jazz völlig neu

Ich spiele immer einfach. Anders könnte ich gar nicht.“ Gestand der Mann, den Kollegen und Weggefährten für den Besten hielten. Etwa der Schlagzeuger Daniel Humair, der ihn 1969 auf einem feinen Trioalbum begleitete: „Für mich ist Jim Hall der größte lebende Gitarrist. Er ist nur so bescheiden, dass kaum jemand das mitbekommt.“ Gerade die Einfachheit sei seine besondere Stärke. Im Vergleich zu anderen, auch berühmteren Gitarristen verfüge Hall über „mehr Geschmack, mehr Klarheit des Tons, mehr Sensibilität“. Ein Meister des Understatements. Einer, der leise spielte und doch nicht zu überhören war. Der die elektrische Gitarre so natürlich, so „akustisch“ klingen ließ wie kaum einer. Mit seinem reinen, warmen Ton, seinem zurückhaltenden, lyrischen Spiel, dem subtilen Umgang mit Melodie und Rhythmus und den delikaten harmonischen Finessen, die seine Musik mitunter einfacher scheinen ließen, als sie war, wurde er zu einem Bill Evans der Gitarre. Nicht umsonst gelten die Begegnungen dieser beiden Tonlyriker bis heute als Perlen des kammermusikalischen Jazz.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der FONO FORUM Ausgabe 12/2020.

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Heftinhalt Ausgabe 2/2021

INTERVIEW & PORTRÄT

PIOTR ANDERSZEWSKI
Auch die neue Aufnahme mit Werken aus dem „WohltemperiertenKlavier –Teil“ bezeugt die Einzigartigkeit des polnischen Pianisten

IVÁN FISCHER
Der ungarische Dirigent und Komponist über seine besondere Beziehung zur Musik Gustav Mahlers und das „Lied von der Erde“

ERKKI-SVEN TÜÜR
Von dem estnischen Komponisten, der zu den profiliertesten zeitgenössischen Komponisten zählt, erscheint ein Kammermusik-Album

DEJAN LAZIĆ
Statt eines Soloalbums hat Dejan Lazić lieber mit Freunden Mozarts Klavierquartette aufgenommen

SIGNUM QUARTETT
Für seine Interpretation von Schuberts Streichquartetten lässt sich das Signum Quartett von dessen Liedern inspirieren


HINTERGRUND

WAGNER-BUCH VON ALEX ROSS
In „Die Welt nach Wagner“ geht es um dessen Einfluss auf unsere Kulturgeschichte


DIE ZEHN BESTEN

BEETHOVENS ZEITGENOSSEN
Diese Wiener Sinfoniker behaupten ihre Überlebensfähigkeit gegenüber Beethoven


KLASSIKKANON

CÉSAR FRANCKS SINFONIE D-MOLL
Das Erbe der Vergangenheit ist reich, aber in den letzten Jahren gab es nur wenige Neuaufnahmen


HIFI FORUM

ROTEL: VERSTÄRKER UND CD-PLAYER
Die 11er-Serie wurde von der Tuning-Legende Ken Ishiwata überarbeitet

PLATTENSPIELER
Der DUAL CS 800 präsentiert sich als kompletter Plattenspieler „made in Schwarzwald“


JAZZ FORUM

DINO SALUZZI
Nach 30 Jahren kommt der Bandoneonista, der nie die Klischees des Tango argentino spielt, mit einem meisterlichen Soloalbum

HANS KOLLER
In den 1950er-Jahren prägte der gebürtige Wiener den „coolen“ Frankfurt-Sound. Am 12. Februar wäre der Saxofonist 100 Jahre alt geworden


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