Bryn Terfel. Foto: Mei Lewis
Bryn Terfel. Foto: Mei Lewis

Zwischen Verdammnis und Auferstehung

Auf allen Weltenmeeren zuhause, zum „Holländer" im Festspielhaus vereint: Internationale Solistenstars geben sich die Ehre, allen voran Bryn Terfel.

Wagners „Fliegender Holländer", die Auferstehungssinfonie von Gustav Mahler, ein Verdi-Abend sowie Werke von Sibelius, Schubert und Mendelssohn Bartholdy stehen auf dem Programm der Pfingst-Festspiele Baden-Baden vom 18. bis 22. Mai 2018.

Unter den mitwirkenden Künstlern sind Bryn Terfel, Diana Damrau, Janine Jansen, Ivan Fischer und Igor Levit. Neben den großen Abenden im Festspielhaus gibt es Matineen und ein Meisterkonzert im Museum Frieder Burda.

Eröffnet werden die Pfingstfestspiele am 18. Mai um 18 Uhr mit einer konzertanten Aufführung von Richard Wagners „Der fliegende Holländer". Bryn Terfel gibt den Holländer. Mit dem bayreutherfahrenen Günter Groissböck als Daland und Benjamin Bruns als Steuermann sind auch die weiteren Partien erstklassig besetzt. Begleitet werden sie von den Münchner Philharmonikern unter Valery Gergiev und dem Philharmonischen Chor München.

„Mit der konzertanten Aufführung von Opern haben wir allerbeste Erfahrungen gemacht. Man denke nur zurück an das ‚Rheingold' unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, oder die fulminante ‚Walküre' unter Valery Gergiev 2016", so Festspielhaus-Intendant Andreas Möilch-Zebhauser.  

Am Pfingstsamstag, 19. Mai, geben sich die Sopranistin Diana Damrau und Bassbarition Nicolas Testé „VERDIssimo" und präsentieren einen Abend mit den beliebtesten Arien und Duetten von Guiseppe Verdi. Auf dem Programm stehen u.a. Gesangsstücke und Instrumentalwerke aus „La Traviata", „Otello", „Simone Boccanegra", „Un ballo in maschera" und „Falstaff". Begleitet werden Diana Damrau und Nicolas Testé vom Münchner Rundfunkorchester unter Ivan Repuąić.  

Für das Konzert am Pfingstsonntag hat der ungarische Dirigent Iván Fischer die wohl beliebteste Sinfonie von Gustav Mahler, die „Auferstehungssinfonie" gewählt. Unter Iván Fischer spielt das Budapest Festival Orchestra. Die Gesangspartien sind mit Sopranistin Christiane Karg und Mezzosopranistin Elisabeth Kulman exzellent besetzt; mit ihnen singt der Tschechische Philharmonische Chor Brünn. Zu erleben ist Mahlers Zweite am 20. Mai um 18 Uhr im Festspielhaus Baden-Baden.  

Erstmalig in Baden-Baden zu erleben: ein Abend ausschließlich mit Meisterwerken des finnischen Komponisten Jean Sibelius. Neben dem Violinkonzert d-Moll op. 47 erklingen am 21. Mai um 19 Uhr die Sinfonien 6 und 7. Es spielen die Violinistin Janine Jansen und das London Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas. „Janine Jansen hat die Herzen vieler Musikliebhaber in Baden-Baden im Sturm erobert. Ich freue mich sehr auf das Sibelius-Violinkonzert mit ihr" so Andreas Mölich-Zebhauser und er ist überzeugt: „Überhaupt wird dieser Sibelius-Abend viele erstklassige Premieren für Baden-Baden beinhalten."  

Gerade erst 31 Jahre alt ist er und schon mit dem international renommierten Gilmore Artist Award ausgezeichnet: Igor Levit. Am 22. Mai, 20 Uhr, spielt er im Festspielhaus die Klavierkonzerte 1 und 2 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dazu erklingen Schuberts fünfte Sinfonie sowie dessen Ouvertüre im italienischen Stil, dargeboten von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Florian Donderer.  

Die Matineen sind inzwischen fester Bestandteil der Pfingstfestspiele. Am Vormittag des Pfingstsamstags, 19. Mai, präsentiert die Pianistin Anna Vinnitskaya mit dem Schumann Quartett Werke von Schostakowitsch und Debussy. Am Pfingstsonntag, ebenfalls um 11 Uhr, lassen Magali Mosnier und Marie-Pierre Langlamet auf Harfe und Flöte Werke von Bach, Mozart, Schubert, Debussy und Fauré erklingen. Frühes Aufstehen lohnt sich am Pfingstmontag. So wohlklingend wie von dem Trio Tobias Feldmann (Violine), Lise Berthaud (Viola) und Julian Steckel (Violoncello), mit Werken von Françaix und Mozart, wird man selten in den Tag geleitet. Das „musikalische Morgenerwachen" im Museum Frieder Burda beginnt um 9 Uhr.

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