Daniel Barenboim in der Berliner Staatsoper. Foto: Christian Mang
Daniel Barenboim in der Berliner Staatsoper. Foto: Christian Mang

Wenn es wieder losgeht in Berlin

Programm der Spielzeit 2020/21 an der Staatsoper Unter den Linden und der Staatskapelle Berlin.

Ruhelosigkeit ist das Schlagwort, das über der Saison 2020/21 steht. Besondere Akzente setzen in der neuen Saison sieben Premieren im Großen Haus, das Format LINDEN 21 (mit vier Produktionen, darunter eine Uraufführung), die dritten BAROCKTAGE (13. bis 22. November 2020) sowie die FESTTAGE (26. März bis 5. April 2021). Ebenso gehören 26 wiederaufgenommene Musiktheaterwerke sowie mehr als 90 Konzerte zum Kern des Spielplans. Insgesamt präsentiert die Staatsoper Unter den Linden 2020/21 rund 360 Veranstaltungen, zudem zahlreiche Projekte der Jungen Staatsoper. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir zudem dem Jubiläum der Staatskapelle Berlin, die ihr 450-jähriges Bestehen feiert: Eine Festwoche vom 5. bis 12. September 2020 wird hierbei den Höhepunkt bilden.

Die Eröffnungspremiere der Spielzeit wird am 3. Oktober 2020 Luca Francesconis QUARTETT sein, in der Regie von Barbara Wysocka, dirigiert von Daniel Barenboim. Die Zweipersonen-Oper nach Heiner Müllers gleichnamigem Schauspiel, das auf dem berühmten Briefroman »Gefährliche Liebschaften« von Choderlos de Laclos basiert, wurde 2011 in englischer Sprache uraufgeführt und wird nun erstmals in einer deutschen Fassung auf die Bühne gebracht.

Der Mozart-Da-Ponte-Zyklus, der ursprünglich bei den diesjährigen FESTTAGEN 2020 mit COSÌ FAN TUTTE beginnen sollte, startet nun im kommenden Jahr bei den FESTTAGEN 2021 mit der Premiere von LE NOZZE DI FIGARO (Premiere: 27. März), in der Regie von Vincent Huguet und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Zum Ensemble zählen u. a. Elsa Dreisig (Gräfin Almaviva, Rollendebüt), Nadine Sierra (Susanna), Marianne Crebassa (Cherubino), Waltraud Meier (Marcellina), Gyula Orendt (Graf Almaviva, Rollendebüt), Riccardo Fassi (Figaro), Siegfried Jerusalem (Don Curzio) und Stephan Rügamer (Basilio).

Darüber hinaus wird Daniel Barenboim während der FESTTAGE die Wiederaufnahme von Wagners PARSIFAL in der Regie von Dmitri Tcherniakov musikalisch leiten sowie bei den FESTTAGE-Konzerten in Erscheinung treten: als Dirigent der Wiener Philharmoniker und der Staatskapelle Berlin sowie in der Doppelfunktion als Dirigent und Pianist bei Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365 sowie als Solist bei einem Duo-Recital, beides gemeinsam mit Martha Argerich. In der Spielzeit 2020/21 wird der Generalmusikdirektor außerdem vier Abonnementkonzerte der Staatskapelle Berlin gestalten sowie im Rahmen der Festwoche »450 Jahre Staatskapelle Berlin« das FESTKONZERT und das Open-Air-Konzert im Rahmen von STAATSOPER FÜR ALLE auf dem Bebelplatz dirigieren. Des Weiteren steht er bei einem KONZERT FÜR BERLIN, bei den Konzerten zum Jahreswechsel und bei den Gastspielen nach Paris, Wien und Athen am Pult der Staatskapelle Berlin.

Zu den weiteren Premieren der Saison 2020/21 zählen Wagners LOHENGRIN (Premiere: 13. Dezember 2020) mit Roberto Alagna  in der Regie von Calixto Bieito, JENŮFA (Premiere: 14. Februar 2021) mit Simon Rattle am Pult,
Giacomo Puccinis LA FANCIULLA DEL WEST (Premiere: 13. Juni 2021), dirigiert von Antonio Pappano, und
 MITRIDATE, RE DI PONTO, Mozarts frühe Opera seria unter Marc Minkowski.

450 Jahre Staatskapelle

2020 blickt die Staatskapelle Berlin auf ihr bereits 450-jähriges Bestehen zurück – Grund genug dieses Jubiläum zu feiern! Neben dem Erscheinen einer CD-Edition bei der Deutschen Grammophon, einer Buchpublikation beim Hanser Verlag sowie einer Ausstellung im Apollosaal, findet das Jubiläum seinen Höhepunkt mit einer FESTWOCHE vom 5. bis 12. September. Im Rahmen der FESTWOCHE findet u. a. das STAATSOPER FÜR ALLE-Konzert, dank BMW Berlin, statt. Auf dem Programm stehen Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 mit Lang Lang als Solist sowie Beethovens 9. Sinfonie mit Julia Kleiter, Waltraud Meier, Andreas Schager, René Pape und dem Staatsopernchor, dirigiert von Daniel Barenboim. Daneben gibt es ein Festkonzert »450 Jahre Staatskapelle Berlin« mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Strauss, Pierre Boulez und Ludwig van Beethoven sowie mit einer Uraufführung von Jörg Widmann, ebenfalls dirigiert vom Generalmusikdirektor der Staatskapelle Berlin. Außerdem wird es am 12. September ein Geburtstagsfest für die Staatskapelle Berlin geben, als Tag der Offenen Tür für Alle!

Konzerte der Staatskapelle

Die Staatskapelle Berlin spielt in Berlin 16 große Sinfoniekonzerte mit acht Programmen – im Opernhaus Unter den Linden sowie in der Philharmonie. Vier Doppeltermine stehen unter der Leitung von Daniel Barenboim. Die weiteren Abonnementkonzerte werden geleitet von François-Xavier Roth, Simon Rattle, Zubin Mehta und Antonio Pappano.
Solistinnen und Solisten sind Anne-Sophie Mutter (Violine), Maurizio Pollini (Klavier), Claudius Popp (Violoncello), Martha Argerich (Klavier) und Alexandre Kantorow (Klavier) sowie Genia Kühmeier, Violeta Urmana, Klaus-Florian Vogt, René Pape, Elena Stikhina, Daniela Barcellona, Fabio Sartori und Ildar Abdrazakov, die Gesangsparts übernehmen. An zwei Programmen ist außerdem der Staatsopernchor beteiligt.

Auf dem FESTTAGE-Konzertprogramm stehen 2021 ein Duo-Recital von Martha Argerich und Daniel Barenboim sowie Sinfoniekonzerte der Wiener Philharmoniker und der Staatskapelle Berlin, dirigiert von Daniel Barenboim und mit ihm in der Doppelrolle als Dirigent und Pianist bei Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365, zusammen mit Martha Argerich. Ebenfalls wieder während der FESTTAGE ist das Opernkinderorchester zu erleben, diesmal unter der Leitung von Giuseppe Mentuccia, dem Musikalischen Assistenten von GMD Daniel Barenboim.

Die 14 BAROCKTAGE-Konzerte (13. bis 22. November) widmen sich schwerpunktmäßig den Komponisten Mozart, Gluck und Graun. Zu den Gästen zählen u. a. Nicolas Altstaedt, Alexander Lonquich, Nikolaus Habjan, Ines Schüttengruber, Dorothee Oberlinger und das Ensemble 1700, Kristian Bezuidenhout, Les Musiciens du Louvre unter Francesco Corti mit Arianna Vendittelli, Anna Kissjudit, Ema Nikolovska, Valentino Buzza, Le Concert des Nations unter Jordi Savall, Fabio Biondi mit Mitgliedern von Europa Galante, Vocalconsort Berlin unter Daniel Reuss sowie die Akademie für Alte Musik unter Howard Arman mit Lucile Richardot, Sophie Karthäuser, Sunhae Im, Roberta Mameli, Mark Milhofer, Andrew Watts und Lore Binon als Solistinnen und Solisten. Für junge Menschen von 6 bis 9 Jahren wird es ein Kinderkonzert mit Mitgliedern der Akademie für Alte Musik geben. Die BAROCKTAGE-Konzerte finden im Apollosaal, im Großen Saal sowie im Pierre Boulez Saal (in Zusammenarbeit mit dem Pierre Boulez Saal) statt.

Gastspiele führen die Staatskapelle Berlin und ihren Generalmusikdirektor Daniel Barenboim im November 2020 mit dem Beethoven-Sinfonien-Zyklus nach Paris (Philharmonie), Athen (Megaron) und Wien (Musikverein) sowie im Januar 2021 mit Werken von Beethoven (Violinkonzert mit Lisa Batiashvili als Solistin), Wagner und Boulez' Notations I-IV und VII zur Boulez Biennale nach Paris.

Zu den weiteren Sonderkonzerten zählen das KONZERT FÜR BERLIN am 3. Oktober 2020 zum 30-jährigen Jahrestag der Wiedervereinigung in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, dirigiert von Daniel Barenboim, mit Beethovens Sinfonie Nr. 7. Aus Anlass und zu Ehren des 85. Geburtstags von Zubin Mehta ist am 29. April 2021 ein Sonderkonzert angesetzt. Der Ehrendirigent der Staatskapelle Berlin wird Mahlers 1. Sinfonie sowie Beethovens 4. Klavierkonzert dirigieren, mit Daniel Barenboim als Solist. Zu den Konzerten zum Jahreswechsel am 31. Dezember 2020 und 1. Januar 2021 erklingt Beethovens Sinfonie Nr. 9 unter der Leitung von Daniel Barenboim, mit Julia Kleiter, Marina Prudenskaya, Eric Cutler, Michael Volle und dem Staatsopernchor.



 

 

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