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Henri Christofer Aavik. Foto: Gaëtan Bally
Henri Christofer Aavik. Foto: Gaëtan Bally

Weimar vermeldet weiteren Erfolg

Wieder hat ein Student der „Weimarer Dirigentenschmiede“ einen großen Erfolg verbucht: Henri Christofer Aavik gewann Mitte November einen ersten Preis beim achten Internationalen Jorma-Panula-Dirigierwettbewerb in Vaasa (Finnland).

Der 26-jährige Masterstudent aus der Dirigierklasse von Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Ekhart Wycik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar war als einer von 20 Nominierten aus mehr als 250 Bewerbungen zum Wettbewerb vom 16. bis 19. November 2021 eingeladen worden.

Eine achtköpfige Jury vergab die Preise, die sich aus Jorma Panula (Vorsitz), Vertreter*innen des Vaasa City Orchestra und der Jyväskylä Sinfonia, dem Dirigenten Jan Söderblöm (Helsinki) sowie den Pädagogen Kenneth Montgomery (Amsterdam), Prof. Johannes Schlaefli (Zürich) und Prof. Nicolás Pasquet (Weimar) zusammensetzte. Aufgrund des vergleichbar hohen Niveaus wurden im Finale gleich drei 1. Preise vergeben: Neben Henri Christofer Aavik gingen diese auch an Nathanaël Isselin (Frankreich/Finnland) und Jascha van der Goltz (Deutschland/Schweiz).

„Der Jorma-Panula-Dirigierwettbewerb trägt den Namen des 91-jährigen, legendären Ausbilders von so vielen Berühmtheiten aus dem Norden wie etwa den Järvis, Salonens, Sarastes usw.“, sagt der Weimarer Dirigierprofessor Nicolás Pasquet. Sein Student Henri Christofer Aavik zeigt sich sehr glücklich über seinen Erfolg. „Das Repertoire des Wettbewerbs war vielseitig und gab uns eine hervorragende Gelegenheit, uns in unterschiedlichen Facetten zu präsentieren“, so der estnische Masterstudent. „Neben der Pulcinella-Suite von Strawinsky, der dritten Sinfonie von Brahms und dem Klarinettenkonzert von Nielsen durften wir uns mit einem frischen Auftragswerk des finnischen Komponisten Jukka Linkola auseinandersetzen.“

Henri Christofer Aavik erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Trompeter und studierte später zusätzlich Musikwissenschaft an der Musikoberschule in Tallinn (Estland). Im Alter von 14 Jahren begann er sich zielgerichtet mit Dirigieren zu beschäftigen, bereits zwei Jahre später dirigierte er Aufführungen im Rahmen eines Jugendprojekts der Estnischen Nationaloper. Daraufhin wurde Aavik als „Junger Kulturmacher Tallinns” ausgezeichnet. Im Dezember 2020 feierte er sein professionelles Debüt mit Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“ und ist auch in der Spielzeit 2021/22 als Gast an die Nationaloper eingeladen. Aavik dirigierte u.a. das Tonhalle-Orchester Zürich, die Staatskapelle Weimar, die Jenaer Philharmonie, das Göttinger Symphonie Orchester, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, die Estnische Sinfonietta sowie auch verschiedene tschechische Orchester.

Zwischen 2017 und 2019 wirkte er als künstlerischer Leiter des Akademischen Orchesters der Technischen Universität Ilmenau. Seit 2015 studiert Aavik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Ekhart Wycik. Im Jahr 2019 absolvierte er ein Austauschsemester an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Johannes Schlaefli. Er besuchte Meisterkurse bei Daniele Gatti, Luciano Acocella, Paavo Järvi, Kristjan Järvi, Bruno Weil, Jukka-Pekka Saraste und Johannes Gustavsson. Zudem nahm er an Workshops für zeitgenössische Musik mit Christof Löser, Steffen Schleiermacher, Rüdiger Bohn und Zsolt Nagy teil. Seit 2021 ist Henri Christofer Aavik Stipendiat des Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats.

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