4 Wheel Drive live at Theaterhaus Jazztage Stuttgart 2019. Foto: Jörg Becker
4 Wheel Drive live at Theaterhaus Jazztage Stuttgart 2019. Foto: Jörg Becker

Volltreffer: The Rocket

4 Wheel Drive mit Nils Landgren, Michael Wollny, Lars Danielsson und Wolfgang Haffner macht Platz an der Spitze.

Über Platz 88 der Album-Hitliste hat sich Martin Tingvall schon gefreut; jetzt dürfte der schwedische Jazzpianist noch mehr jubeln: Sein Solo-Werk „The Rocket" geht ab wie eine Rakete und schießt direkt an die Spitze der Offiziellen Deutschen Jazz-Charts. Auch die Silbermedaille ergattert ein Klaviervirtuose, nämlich der Südafrikaner Abdullah Ibrahim („The Balance"), der mit seinen 84 Jahren weiterhin in der Balance bleibt.

Fans lateinamerikanischer Musik kommen bei den nächsten Neueinsteigern auf ihre Kosten. João Gilberto, Miterfinder des Bossa Nova und kürzlich im hohen Alter verstorben, lässt gemeinsam mit Stan Getz („Getz/Gilberto") an dritter Stelle Welthits wie „The Girl from Ipanema" wiederaufleben. US-Komponistenlegende Chick Corea wiederum bedient sich Elementen des Flamenco und präsentiert „The Spanish Heart Band: Antidote" auf Rang fünf.

Die letzten beiden Top 10-Neuzugänge sind die Italiener Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia, deren Umberto Eco-Hommage „La misteriosa musica della Regina Loana" den achten Platz erobert. Nils Landgren, Michael Wollny, Lars Danielsson & Wolfgang Haffner, die mit „4 Wheel Drive" vor einem Monat noch allen anderen Produktionen davonfuhren, parken nun auf Position sieben ein.

Die Offiziellen Deutschen Jazz-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Top 20-Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.

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