Bühnenbild zu Il Trovatore. Bild: Festspiele St. Gallen
Bühnenbild zu Il Trovatore. Bild: Festspiele St. Gallen

Verdi-Rarität auf Sommerbühne

Ein protestantischer Pastor steht im Konflikt zwischen persönlicher Eifersucht und geistlicher Pflicht.

Die 15. St.Galler Festspiele finden vom 26. Juni bis zum 10. Juli 2020 statt. Als Freilichtoper im Klosterhof steht diesmal Giuseppe Verdis Stiffelio auf dem Programm. Das wenig bekannte Werk besticht durch einen für eine italienische Oper äusserst untypischen Plot: Ein protestantischer Pastor steht im Konflikt zwischen persönlicher Eifersucht und geistlicher Pflicht. Das 1850 uraufgeführte Werk, das mit wirkungsvollen Ensembleszenen voller Schwung, innerer Kraft und melodischer Erfindung überzeugt, ist anlässlich der Festspiele erstmals in St.Gallen zu hören. In der Kathedrale lässt sich der bulgarische Choreograf Dimo Kirilov Milev für sein Tanzstück Gegen den Strom von der Architektur und Spiritualität des barocken Prachtraumes inspirieren. Ein vielfältiges Konzertprogramm in verschiedenen Räumen des Stiftsbezirks rundet das Angebot der 15. St.Galler Festspiele ab. Am Festkonzert vom 2. Juli erklingen religiöse Szenen, Arien und Chöre aus der Welt der Oper.

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