Ivor Bolton. Foto: Nancy Horowitz
Ivor Bolton. Foto: Nancy Horowitz

Umtriebiger Brite als Dauergast in Essen

Der Dirigent Ivor Bolton ist in dieser Spielzeit Artist in Residence der Philharmonie Essen. Zum Start gibt es Händel.

Das erste von insgesamt sieben Konzerten, das der Brite Ivor Bolton in den kommenden Monaten leiten wird, widmet sich Georg Friedrich Händel. Am Freitag, 1. November 2019 (Allerheiligen), um 17 Uhr in der Philharmonie Essen stehen zwei Chorwerke des Komponisten auf dem Programm: die „Ode for St. Cecilia's Day" und „Alexander's Feast or the Power of Music", kurz „Alexanderfest". Mit dem Chorwerk Ruhr, dem Instrumentalensemble Concerto Köln sowie den Solisten Emőke Baráth (Sopran), Allan Clayton (Tenor) und Andreas Wolf (Bass) hat Bolton erstklassige Interpreten an seiner Seite.

Seit seinem „Giulio Cesare" von 1994 an der Bayerischen Staatsoper, dem dort bis heute Dirigate zahlreicher weiterer Händel-Opern folgten, gilt Ivor Bolton hierzulande als Händel-Spezialist. Kein Wunder also, dass der britische Maestro auch seine Essener Residenz mit Musik dieses deutsch-englischen Barockmeisters beginnt. Beide Werke, die schon Händel gemeinsam aufführte, preisen die heilige Cäcilia anlässlich ihres Namenstags am 22. November als Schutzpatronin der Musik. Solisten, Chor und Instrumente demonstrieren eindrucksvoll, welche Macht die Tonkunst durch ihre Schwingungen auf die menschlichen Gemütsbewegungen und sogar auf das gesamte Weltall auszuüben vermag. Und Händel bietet dazu seine beste Musik auf.

Ivor Bolton ist Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel, Künstlerischer Leiter des Teatro Real in Madrid, Chefdirigent des Dresdner Festspielorchesters und Ehrendirigent des Mozarteumorchesters Salzburg, mit dem er jährlich bei den Salzburger Festspielen sowie auf Tourneen auftritt und mit dem er bereits eine umfangreiche Discografie inkl. einer Serie von Aufnahmen von Bruckners Sinfonien aufgebaut hat. In Großbritannien war er musikalischer Leiter der English Touring Opera, Glyndebourne Touring Opera und Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra. Er erfreut sich einer engen Beziehung mit der Bayerischen Staatsoper München, wo er seit 1994 eine Reihe an Neuproduktionen geleitet hat, besonders Werke von Monteverdi, Händel und Mozart. Für seine herausragende Arbeit in München wurde ihm der renommierte Bayerische Theaterpreis verliehen.

Ivor Bolton ist regelmäßig zu Gast beim Maggio Musicale Fiorentino und der Opéra National de Paris. Weitere Opernengagements führen ihn an die Royal Opera Covent Garden, die English National Opera, nach Bologna, Brüssel, Amsterdam, Lissabon, Sydney, Berlin, Hamburg und Genua. Orchesterengagements umfassen die Proms, das Lincoln Center New York, das Tonhalle Orchester Zürich, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Orchestre de Paris, das Rotterdam Philharmonic Orchestra, das Gürzenich-Orchester Köln, die Wiener Symphoniker und das Freiburger Barockorchester. Zu seinen zahlreichen Aufnahmen gehören neben den Projekten mit dem Mozarteumorchester Monteverdis „L'Incoronazione di Poppea" sowie Händels „Serse" und „Ariodante" mit der Bayerischen Staatsoper.

Zur Übersicht