Das Trio Catch. Bild: Lennard Rühle
Das Trio Catch. Bild: Lennard Rühle

Ultraschall ganz radiophon

Ein Festival in Zeiten der weltweiten Pandemie – sämtliche Konzerte live und zeitversetzt im Programm von Deutschlandfunk Kultur und rbbKultur zu erleben.

Die 23. Ausgabe von "Ultraschall Berlin" findet vom 20. bis 24. Januar 2021 statt. In den Zeiten der weltweiten Pandemie und den damit verbundenen aktuellen Hygienebestimmungen wird bei den Konzerten vor Ort jedoch kein Publikum anwesend sein können. Stattdessen übertragen Deutschlandfunk Kultur und rbbKultur als Veranstalter des Festivals an allen fünf Tagen live aus den Konzertsälen und zeichnen sämtliche Konzerte auf, um sie auch im Nachhinein in ihren Programmen erlebbar zu machen. Ergänzt wird das Programm durch Studioproduktionen von Werken, die live auf der Bühne in diesem Jahr nicht möglich sind, sowie durch Gespräche und Diskussionen. Die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen sind in der Programmplanung für ein Festival eine denkbar große Herausforderung, die "Ultraschall Berlin" 2021 zu einem besonderen Ereignis im Radio und im Netz werden lässt.

Die Balance aus Ur- und Erstaufführungen und die Beleuchtung von Werken der jüngeren Vergangenheit in verändertem, aktuellem Kontext bleibt ein zentrales Markenzeichen von "Ultraschall Berlin". Das Festival wird auf diese Weise auch 2021 zu einem Forum, das die zeitgenössische Musik als Gegenwarts-Kunst mit ihren zentralen Strömungen und wesentlichen Entwicklungen abbildet, befragt und in neue Zusammenhänge stellt. Das vollständige Programm ist online unter ultraschallberlin.de zu finden, mit ausführlichen Informationen zu den beteiligten Komponistinnen und Interpretinnen, den einzelnen Werken sowie natürlich zu aktuellen Programmänderungen.

Drei Orchesterkonzerte kommen in diesem Jahr aus dem Großen Sendesaal des rbb, zwei Konzerte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zur Eröffnung (20.1., mit Nils Mönkemeyer, Viola, und Marie Jacquot, Leitung) und zum Abschluss (24.1., mit Séverine Ballon, Violoncello, und Lothar Zagrosek, Leitung) von "Ultraschall Berlin" sowie eines mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (21.1., unter der Leitung von Bas Wiegers). Die Besetzungen sind auf Kammerorchester-Größe verdichtet und die Programme wurden angepasst.

Porträtkonzerte beleuchten das Werk des türkischen Komponisten Emre Dündar (23.1.), derzeit Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, und des in Berlin lebenden Schweizer Komponisten Stefan Keller (23.1.). Das Trio Catch (22.1.) wartet mit sieben Kompositionen aus den letzten Jahren auf, in denen Vielfalt und Einfallsreichtum einer vorwiegend jungen Generation von Komponistinnen und Komponisten plastisch hörbar wird. Die Sopranistin Sarah Maria Sun und die Klarinettistin Nina Janßen-Deinzer (22.1.) erkunden die Möglichkeiten einer eher ungewöhnlichen Duo-Besetzung. Ein Solo-Recital mit Werken, die speziell für sie komponiert wurden, nur begleitet von Elektronik, gibt die englische Stimmvirtuosin Juliet Fraser (23.1.). Das Ensemble Experimental ist mit Soli- und Duostücken plus Elektronik vertreten und das Notos Quartett reanimiert das im 20. Jahrhundert fast schon vergessene Klavierquartett.

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