Tomas Netopil bleibt bis 2023 in Essen: Foto Hamza Saad
Tomas Netopil bleibt bis 2023 in Essen: Foto Hamza Saad

Tomáš Netopil bindet sich an Essen

Zunehmende Gastspiele machen ihn zunehmend international bekannt. Dennoch hat Tomáš Netopil seinen Vertrag in Essen verlängert und bleibt bis 2023. Mindestens.

Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) kann auch in den kommenden Jahren auf die hervorragende künstlerische Qualität von Hein Mulders und Tomáš Netopil zählen: Die aktuell bis 2018 laufenden Verträge des Intendanten des Aalto-Musiktheaters, der Essener Philharmoniker und der Philharmonie Essen sowie des Generalmusikdirektors der Essener Philharmoniker werden bis zum Ende der Spielzeit 2022/2023 verlängert.

„Ich freue mich sehr, dass ich weitere fünf Jahre die Möglichkeit haben werde, einen vielfältigen und hochwertigen Spielplan für das Aalto-Musiktheater, die Philharmonie Essen und die Essener Philhar- moniker zu kreieren. Gemeinsam mit Tomáš Netopil werde ich die Linie fortführen, in einem breiten musikalischen Angebot einen besonderen Akzent auf die Werke Mozarts und slawischer Komponisten zu setzen. Was mich und mein Team in den vergangenen drei Jahren angetrieben hat, wird unsere gemeinsame Arbeit auch zukünftig leiten: Für eine erstklassige Qualität zu sorgen, Neues zu wagen und Neugierde zu wecken“, sagt Hein Mulders. Und Tomáš Netopil betont: „Die Essener Philharmoniker sind ein herausragendes Orchester. Es macht mir Freude, regelmäßig mit Musikerinnen und Musikern dieser Qualität zusammenarbeiten zu dürfen. Die Philharmonie und das Aalto-Theater sind in den vergangenen drei Jahren meine musikalische Heimat geworden, wo mich sehr wohl fühle. Die Entscheidung ist mir leicht gefallen: Ja, hier möchte ich auch in den kommenden Jahren dirigieren!“

Der Niederländer Hein Mulders trat sein Amt als Intendant zum Beginn der Spielzeit 2013/2014 an. Erstmals in der Geschichte der TUP wurden drei Sparten unter einer Leitung zusammengefasst. Mulders steht für einen vielseitigen Opernspielplan, der große Repertoireklassiker wie „Il barbiere di Siviglia“, „Lohengrin“, „Rigoletto“, „Faust“, „Norma“ und „Elektra“ ebenso abbildet wie Raritäten wie „Le Grand Macabre“, „The Greek Passion“ oder „Le Prophète“. In der Philharmonie Essen führte er die Linie fort, dem Publikum international herausragende Sänger, Musiker und Orchester zu präsentieren (in der kommenden Spielzeit etwa die Berliner Philharmoniker im Rahmen einer RuhrResidenz ge- meinsam mit dem Konzerthaus Dortmund), daneben aber auch junge, aufstrebende Künstler vorzustellen (zum Beispiel Hanna-Elisabeth Müller mit einem eigenen Künstler-Porträt in der kommenden Spielzeit).

In der künstlerischen Verantwortung von Hein Mulders stand auch das Engagement von Tomáš Netopil als Generalmusikdirektor. Der Tscheche bekleidet dieses Amt ebenfalls seit Beginn der Spielzeit 2013/2014. In den vergangenen drei Spielzeiten leitete er die Opernpremieren „Macbeth“, „Jenůfa“, „Idomeneo“, „Rusalka“, „The Greek Passion“, „Elektra“ sowie unter anderem die Wiederaufnahmen „Walküre“ und „Don Giovanni“.

In der kommenden Spielzeit dirigiert er unter anderem die Premieren von „Lohengrin“ und „La clemenza di Tito“. Darüber hinaus steht er bei sechs Sinfoniekonzerten pro Spielzeit sowie bei verschiedenen Sonderkonzerten am Pult der Essener Philharmoniker. Tomáš Netopil präsentiert dem Publikum dabei eine Kombination aus populären Klassikern und weniger bekannten Werken, wobei ihm insbesondere die Musik Mozarts sowie das Repertoire slawischer Komponisten am Herzen liegt. Einen positiven Einfluss auf die Qualität des Orchesters haben seine zunehmenden internationalen Gastdirigate an bedeutenden Häusern wie der Wiener Staatsoper, der Sächsischen Staatsoper Dresden und die Opéra National de Paris sowie am Pult renommierter Klangkörper wie etwa dem Orchestre de Paris und den prominenten Londoner Orchestern.

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