Christian Thielemann. Bild: Matthias Creutziger
Christian Thielemann. Bild: Matthias Creutziger

Thielemann beim BR-Symphonieorchester

Christian Thielemann debütiert am Pult des BRSO mit Werken von Strauss und Schumann. BR-Klassik überträgt das Konzert am 16. April live im Videostream und im Radio.

Wagner, Bruckner, Strauss – Christian Thielemann gilt weltweit als ausgesprochener Experte für das deutsche romantische und spätromantische Repertoire. Sieben Jahre war er Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker. Nun debütiert der derzeitige Chef der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Künstlerische Leiter der Salzburger Osterfestspiele beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Auch am Pult des BRSO ist Thielemann mit seinem bevorzugten Repertoire zu erleben und mit selten gespielten Werken. "In recht fröhlicher Stimmung" schrieb Robert Schumann nach eigenen Worten "Ouvertüre, Scherzo und Finale" 1841, unmittelbar nach der erfolgreichen Uraufführung seiner Ersten Symphonie. Für den Komponisten stand sein Opus 52 "gegen die 1ste keineswegs zurück". Die intendierte Leichtigkeit des Stückes verband er mit einer ungewöhnlichen, aber geschlossenen dreisätzigen Anlage, eines der vielen Beispiele für Schumanns originelles Formdenken.

Aus Richard Straussʼ kompositorischer Alterswerkstatt stammt die Sonatine Nr. 1 F-Dur für 16 Bläser, komponiert 1943 in, wie er schrieb, krankheitsbedingt "trüben Stunden". Immer wieder spielte Strauss die Bedeutung seiner späten Instrumentalwerke als bloße "Handgelenksübungen" herunter. Tatsächlich aber entstanden in jenen Jahren so gewichtige Werke wie das Oboenkonzert oder die "Metamorphosen". Auch die rund 30-minütige Sonatine ist ein anspruchsvolles, klanglich und motivisch überreiches Werk, eine Art Symphonie für Bläser nach dem Vorbild von Mozarts "Gran Partita". Feierlich eröffnet wird das Konzert von der effektvollen Fanfare, die Strauss den "lieben herrlichen Wiener Philharmonikern" 1924 für ihren ersten Philharmonikerball komponierte.

Christian Thielemann: "Pandemiebedingt entfielen für mich seit einem Jahr leider viele geplante Gastspiele. Ich bin umso dankbarer, dass mein Debüt beim BRSO stattfinden kann! Es ist ein Glück, dass wir zudem ein ausgezeichnetes alternatives Programm entwickeln konnten, das für die Musiker und mich die ein oder andere Herausforderung bereithält. Ich freue mich auf die Probenarbeit mit dem Orchester und natürlich auf das wunderbare München!"

Freitag, 16. April 2021, 20.30 Uhr, Philharmonie im Gasteig, München
Richard Strauss – "Wiener Philharmoniker Fanfare" für Blechblasinstrumente und Pauken, AV 109
Richard Strauss – Sonatine für 16 Bläser Nr. 1 F-Dur, AV 135, "Aus der Werkstatt eines Invaliden"
Robert Schumann – "Ouvertüre, Scherzo und Finale" E-Dur, op. 52

BR-KLASSIK überträgt das Konzert am Freitag, den 16. April, ab 20.30 Uhr live im Radio und im Videostream auf BR-KLASSIK Concert (br-klassik.de/concert).

Zur Übersicht

FonoForum-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im FonoForum-Newsletter.

Jetzt registrieren