Das Minguet Quartett. Bild: Frank Rossbach
Das Minguet Quartett. Bild: Frank Rossbach

Streichquartett von Glenn Gould

Die Badenweiler Musiktage vom 8. bis 11. November bieten viel neue Musik und große Publikumsnähe der Interpreten. Das Minguet Quartett spielt Glenn Gould.

Zum zweiten Mal zeichnet Lotte Thaler verantwortlich für die künstlerische Leitung der Badenweiler Musiktage. Als Motto für das Herbstfestival hat sie „Echos – ferne Erinnerungen“ ausgegeben. Es entstammt dem fünften Streichquartett (1976) von Hans Werner Henze. Das Arditti-Quartett wird dieses Werk aufführen und damit nach 14 Jahren Pause in die Kurstadt zurückkehren: Dieses Mal bereits mit der zweiten Generation in Gestalt von Jake Arditti, Sohn Irvine Ardittis und sehr erfolgreicher Countertenor in der alten und zeitgenössischen Musik. Eine besondere Rarität wird das Minguet-Quartett im Eröffnungskonzert am 8. November mitbringen: Das Streichquartett des großen Bach-Pianisten Glenn Gould.

Erstmalig wird ein Gesprächskonzert mit dem Pianisten, Komponisten, Hochschullehrer und glänzenden Kommunikator Stefan Litwin angeboten, der den musikalisch wie politisch hoch aktuellen Klavierzyklus des amerikanischen Komponisten Frederic Rzewski – „The people united will never be defeated“ – aufführen wird. Bernd Alois Zimmermann, der große Bewunderer von Debussy und deutscher Jahrhundertkomponist kommt bei der Herbstausgabe der Badenweiler Musiktage ebenfalls zu Ehren: Neben der Aufführung seiner „Monologe“ (1964) für zwei Klaviere ist seine Tochter Bettina Gesprächsgast bei Lotte Thaler, um ihr Anfang 2018 erschienenes Buch „con tutta forza“ zum 100. Geburtstag ihres Vaters vorzustellen.

Alle Konzerte beginnen um 18:00 Uhr im Kurhaus Badenweiler. Vor dem Konzert des Arditti-Quartetts und den beiden Klavierabenden mit Jean-Efflam Bavouzet sowie dem GrauSchumacher Piano Duo hält Rainer Peters um 16:15 Uhr Einführungsvorträge im Annette-Kolb-Saal.

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