Die Begünstigten der Herbstvergabe des Deutschen Musikinstrumentenfonds. Bild: Jann Wilken
Die Begünstigten der Herbstvergabe des Deutschen Musikinstrumentenfonds. Bild: Jann Wilken

Spitzeninstrumente für große Talente

25 junge Musiker erhielten Streichinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, darunter vier neue aus Privatbesitz sowie eine großzügige Schenkung.

Neun Violinen, zwei Bratschen, 10 Violoncelli und vier Kontrabässe wurden  von der Deutschen Stiftung Musikleben an 25 Preisträger von „Jugend musiziert“ vergeben. Die Musiker im Alter von 9 bis 18 Jahren kamen aus ganz Deutschland für einen Tag nach Hamburg, um eines der Leihinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds auszuwählen. Ab früh morgens hatten die jungen Streicher in den Räumen des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg die Gelegenheit, die Instrumente anzuspielen. Zur Vergabe standen besonders klangschöne Streichinstrumente, darunter über 300 Jahre alte historische Raritäten, und seltene Instrumente mit verringerter Korpusgröße, an denen junge Virtuosen noch wachsen können und die für den Nachwuchs in den allermeisten Fällen unerschwinglich sind.

Der neunjährigen Smilla Rose aus Hamburg wurde als jüngster Teilnehmerin ein kostbares Violoncello mit halber Korpusgröße von Wenzl Hannabach, Schönbach bei Eger, aus Grasberger Privatbesitz verliehen. Arne Zeller (12 Jahre) aus Mainz wählte sich ein Meistercello von Henry Thouvenel, (Mirecourt, um 1900) aus Hamburger Familienbesitz aus, das gerade erst in den Fonds eingegeben wurde. Anna Tessa Timmer (12 Jahre) aus Berlin entschied sich für ein Cello von Paul Knorr (Markneukirchen 1962), eine großzügige Schenkung einer Hamburger Familie an die Stiftung. Die Instrumente wurden den jungen Stipendiaten als Leihgabe für zunächst zwei Jahre mit einer wiederkehrenden Option auf Verlängerung bis zum 30. Lebensjahr überlassen.

Im kommenden Frühjahr, vom 21.-23. Februar 2020, findet - ebenfalls im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg - der 28. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds statt, bei dem die Spitzeninstrumente des Fonds, darunter Meisterwerke von Stradivari, Guarneri und Guadagnini, nach dreitägigen Wertungsspielen von einer Fachjury an fortgeschrittene Jungvirtuosen vergeben werden.
 

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