Simon Steen-Andersen und das SWR Symphonieorchester mit Dirigent Pomarico. Bild: Ralf Brunner/SWR
Simon Steen-Andersen und das SWR Symphonieorchester mit Dirigent Pomarico. Bild: Ralf Brunner/SWR

Ehrung für Simon Steen-Andersen

Donaueschingen: Der Klang in ungewohnten Umgebungen, das Verhältnis des Orchesters zur Neuen Musik und Künstliche Intelligenz waren einige der Themen des Festivals.

Rund 10.000 Besucher erlebten vom 17. bis 20. Oktober 20 Uraufführungen und sechs Klanginstallationen, Diskussionen, Workshops und Vorträge bei den Donaueschinger Musiktagen.

Bei den Musiktagen wurden Stücke von 16 Komponistinnen und Komponisten aus 15 Ländern aufgeführt. Alle Uraufführungen des Festivals waren Kompositionsaufträge des Südwestrundfunks (SWR). Zu den Veranstaltungen der Musiktage kamen Besucher aus 13 Ländern, darunter Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Österreich, Schweiz und Taiwan.

Die Klangkunst trug die Musiktage in den öffentlichen Raum: Die Installationen "Das Festival" von Herbordt/Mohren und "Tonspiegelraum" von Bernhard Leitner eroberten die Umgebung der Donauhallen. Badekleidung war nötig, um in Kirsten Reeses "Negrou" im Schwimmbad der Reha-Klinik Unterwasserklänge zu hören und Bastian Zimmermann lud zur Performance "Music for Hotel Bars: Donauparadies".

Der Preis des SWR Symphonieorchesters bei den Donaueschinger Musiktagen 2019 geht an das Werk "TRIO" für Big Band, Chor, Orchester und Video des dänischen Komponisten Simon Steen-Andersen. Die Jury in ihrer Begründung: "Wie lässt sich heute für Orchester komponieren? Die diesjährige Jury sah sich mit völlig verschiedenen Antwortmöglichkeiten konfrontiert. Auch mit der Frage: Ist jedes Stück, in dem ein Orchester spielt, ein Orchesterstück? Letztlich fiel die Entscheidung für ein Werk, das durch die Virtuosität und akkurate Umsetzung seines kompositorischen Handwerks überzeugt, das dabei die Orchestertradition kennt und würdigt und sie in ein heutiges Komponieren überführt. Aber es schafft noch mehr als das: Es ermöglicht ein längst überfälliges Zusammentreffen von drei verschiedenen Klangkörpern mitsamt ihrer Geschichte und medialen Präsenz. Ein Film als eigenes Instrument, Chor und Bigband als Partner und das Orchester als Teil einer ganzen Geschichte." Mit der Auszeichnung verpflichtet sich das Orchester, sich für weitere Aufführungen des prämierten Werkes einzusetzen.


 

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