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Die Jury mit den drei Finalisten (v.l.n.r): Peter Riegelbauer,  Annette Mangold, Andrea Zietzschmann, Kirill Petrenko, Isabel Rubio, Oscar Jockel, Christian Blex,  Stanley Dodds,  Pamela Rosenberg und Stephan Frucht. Bild: Hoederath
Die Jury mit den drei Finalisten (v.l.n.r): Peter Riegelbauer, Annette Mangold, Andrea Zietzschmann, Kirill Petrenko, Isabel Rubio, Oscar Jockel, Christian Blex, Stanley Dodds, Pamela Rosenberg und Stephan Frucht. Bild: Hoederath

„Siemens Conductors Scholarship"

Die beiden deutschen Dirigenten Christian Blex (28) und Oscar Jockel (25) haben das „Siemens Conductors Scholarship" gewonnen.

Die zwei Nachwuchs-Dirigenten konnten sich in einem dreitägigen Dirigierwettbewerb in der Philharmonie Berlin gegen zehn Kandidaten der insgesamt 189 Bewerberinnen und Bewerber aus 30 Ländern durchsetzen. Jockel und Blex überzeugten beide die Jury unter dem Vorsitz von Kirill Petrenko unter anderem mit ihren Dirigaten von Beethovens Leonore-Ouverture. Die Gewinner erhalten mit dem „Siemens Conductors Scholarship" ein Stipendium im Rahmen der zweijährigen Ausbildung der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Dazu gehört die Assistenz des Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, sowie die Leitung eines eigenen Porträtkonzertes mit den Mitgliedern der Karajan-Akademie im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin.

„Mit dem Siemens Conductors Scholarship geht ein Traum für mich in Erfüllung", sagt Christian Blex. Er ist Stipendiat sowohl des Deutschen Dirigentenforums als auch des Norwegischen Dirigentenforums. Im Jahr 2020 wurde Blex als Assistenzdirigent der British Youth Opera für diese Saison ausgewählt und arbeitet an der Norwegischen Opernakademie als Dirigent sowie als Assistent von Gregor Bühl.
 
„Kirill Petrenko zu assistieren und mit der Karajan-Akademie zusammenarbeiten zu dürfen, ist ein großes Privileg", erklärt Oscar Jockel. Als Dirigierassistent und Dirigent arbeitete Oscar Jockel mit Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Klangforum Wien zusammen. Im Jahr 2021 gewann er als Conducting Fellow der American Conducting Academy einen Aspen Conducting Prize.
 
Das „Siemens Conductors Scholarship" wurde in diesem Jahr erstmalig durch ein solches Auswahlverfahren vergeben. Der Wettbewerb hat am Freitag, den 22. Oktober 2021 begonnen und erstreckte sich in drei Auswahlrunden über drei Tage. Insgesamt haben sich 189 Nachwuchs-Dirigentinnen und Dirigenten aus 30 Ländern beworben. Zehn Talente wurden zum dreitägigen Dirigierwettbewerb in die Philharmonie Berlin geladen, wobei drei von ihnen in der Endrunde am Sonntag vordirigierten. Neben Jockel und Blex schaffte es auch Isabel Rubio aus Spanien in die finale Runde. Alle drei Finalisten führten Ausschnitte aus Werken von Debussy, Tschaikowsky und Beethoven auf.
 
„Mit großer Freude blicke ich auf die Zusammenarbeit mit Christian Blex und Oscar Jockel als neue Dirigierstipendiaten der Karajan-Akademie", sagt Peter Riegelbauer, Geschäftsführer der Karajan-Akademie und Kontrabassist der Berliner Philharmoniker. „Oscar Jockel und Christian Blex haben sich beide als große Nachwuchstalente und beeindruckende Künstler präsentiert. Das Niveau des dreitägigen Auswahlverfahrens war herausragend und wir hatten die Gelegenheit, viele spannende junge Dirigent*innen kennenzulernen."
 
Das „Siemens Conductors Scholarship" wurde dieses Jahr zum zweiten Mal vergeben. Die erste Stipendiatin ist die japanische Dirigentin Nodoka Okisawa, die seit September 2020 in der Akademie ist.
 
„Junge Talente brauchen kenntnisreiche Partner, die an sie glauben", sagt Stephan Frucht, künstlerischer Leiter des Siemens Arts Program und Mitglied der Jury. „Beim Siemens Arts Program arbeiten wir daher mit großer Sorgfalt an neuen Formaten, die Brücken schlagen zwischen aufstrebenden Talenten und internationalen Kultureinrichtungen, mit denen wir in Partnerschaft stehen. Über unsere Partnerschaft mit der Karajan-Akademie helfen wir jungen Künstlerinnen und Künstlern, ihr Können auf einer der besten Bühnen weiterzuentwickeln."
 
Neben Peter Riegelbauer und Stephan Frucht bestand die Jury des Wettbewerbs aus dem Vorsitzenden Kirill Petrenko (Chefdirigent der Berliner Philharmoniker), Andrea Zietzschmann (Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker), Annette Mangold (Leiterin Konzertplanung der Stiftung Berliner Philharmoniker), Pamela Rosenberg (Kuratoriumsmitglied der Karajan-Akademie) sowie Stanley Dodds (2. Violine der Berliner Philharmoniker und Medienvorstand).
 
Das Siemens Arts Program ist in den Bereichen Musik, Bildende Kunst und Kulturelle Bildung tätig und versteht sich als Kreativplattform für unternehmenseigene Kunst- und Kulturprojekte. Ein wichtiges Ziel des Programms ist die weltweite Förderung von exzellenten Nachwuchskünstler*innen. Dies geschieht durch eigeninitiierte Nachwuchswettbewerbe und das Vernetzen junger Künstler*innen mit etablierten internationalen Kulturinstitutionen (Bayerische Staatsoper, Carnegie Hall New York, Opéra National de Paris, Salzburger Festspiele, Internationaler ARD-Musikwettbewerb).

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