Sheku Kanneh-Mason | Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85 u.a.

Sheku Kanneh-Mason | Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85 u.a.

Die zweite CD von Sheku Kanneh-Mason folgt einem vergleichbaren Plan wie seine Debüt-Aufnahme von 2017: Ein großformatiges, orchesterbegleitetes Konzert wird eingerahmt von einer Reihe kürzerer Werke in verschiedenen Besetzungen. Als Ganzes gehört, ergibt das Programm eine schöne Steigerung vom (ohne jede Begleitung gespielten) Volkslied „Blow the wind southerly“ bis hin zum abschließenden Hymnus für zwölf Celli von Julius Klengel, wo Kanneh-Mason als Primus inter Pares auftritt. Dazwischen kommen einige ad hoc arrangierte Kurzwerke, bei denen er als Solist von immer wechselnden Gruppen begleitet wird.


Der zwanzigjährige britische Cellist – spätestens seit seinem Auftritt bei der Hochzeit von Prinz Harry im Mai 2018 weltweit bekannt – ist ein Erzmusikant, dessen Tongebung richtig unter die Haut geht. Schon das Volkslied zu Beginn, das er mit tiefster Innigkeit musiziert, verführt einen, den Wiederholungsknopf der Fernbedienung zu betätigen! Die exzessive Dramatik der Élégie von Gabriel Fauré bringt er ebenso überzeugend zur Geltung wie den naiven Charme von Frank Bridges „Spring Song“ oder das Pathos im „Prayer“ von Ernest Bloch. In Blochs Prélude tritt Kanneh-Mason nicht solistisch auf, sondern als Quartett-Cellist mit Studienfreunden. Bei Elgars Cellokonzert, stehen ihm denkbar beste Mitstreiter zur Seite: Das London Symphony Orchestra und dessen Chefdirigent Simon Rattle fangen jede Nuance im Spiel von Kanneh-Mason auf und unterstützen sein feines Gespür für Rubato. Dabei sind sie keineswegs passive „Begleiter“, denn wesentliche musikalische Impulse kommen auch aus dem Orchester, aus dem Rattle wunderbare Farben hervorzaubert.

Carlos María Solare

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Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85 u. Werke von Bloch, Bridge, Elgar, Fauré, Klengel; Sheku Kanneh-Mason, London Symphony Orchestra, Simon Rattle, The Heath Quartet u. a. (2019); Decca

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