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Die drei Preisträger v.l.n.r.: Grigoris Ioannou, Ruben Micieli und Anton Yashkin. Foto: Maik Schuck
Die drei Preisträger v.l.n.r.: Grigoris Ioannou, Ruben Micieli und Anton Yashkin. Foto: Maik Schuck

Russische Schule überzeugt Jury und Publikum

Anton Yashkin gewinnt den 9. Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar/Bayreuth.

Wie schon beim letzten Mal setzte sich erneut ein Student des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums durch: Anton Yashkin aus Russland gewann den mit 12.000 Euro dotierten 1. Preis des 9. Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs Weimar/Bayreuth.

In der vierten, finalen Runde interpretierte der 20-Jährige in der ausverkauften Weimarhalle fulminant den „Totentanz“ Franz Liszts mit einem Orchester aus Mitgliedern der Staatskapelle Weimar sowie Lehrenden und Studierenden der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Die Leitung hatte Ekhart Wycik.  

Den mit 8.000 Euro dotierten 2. Preis, zum Großteil gestiftet von der Neuen Liszt Stiftung, erspielte sich der 21-jährige Italiener Ruben Micieli. Den 3. Preis in Höhe von 5.000 Euro, gestiftet vom Rotary-Club Bayreuth-Eremitage, gewann der 23-jährige Grieche Grigoris Ioannou.

Der 9. Internationale Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar/Bayreuth wurde von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in Kooperation mit der Stadt Bayreuth veranstaltet. Maßgeblich finanziert wurde der Wettbewerb vom Freistaat Thüringen und der Stadt Bayreuth. Wertvolle Unterstützung leisteten die Oberfrankenstiftung, die Neue Liszt Stiftung und die Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne Bayreuth.  

Neben dem 1. Preis gewann Anton Yashkin auch den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis. Der 2. Preisträger Ruben Micieli wurde zusätzlich mit dem Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für die beste Interpretation der h-Moll-Sonate Franz Liszts ausgezeichnet. Ein weiterer Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für einen besonders begabten Teilnehmer (Preisträger ausgenommen), gestiftet von der Neuen Liszt Stiftung, ging an Tamta Magradze (Georgien).  

Einen Klavierabend im Steingraeber-Rokokosaal während der Bayreuther Festspielzeit 2019 mit einer Konzertgage von 1.500 Euro, gestiftet von der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne, gewann Maria Khokhlova (Russland). Außerdem wurde noch ein Sonderpreis in Höhe von 500 Euro für die beste Interpretation eines Werkes von Claude Debussy, gestiftet vom Ming Cheng-Institut (Leipzig/Halle), an Yoshito Kitabata (Japan) vergeben.  

Das Stipendium für den begabtesten osteuropäischen Teilnehmer (Preisträger ausgenommen) für ein Semester an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, gestiftet von Dr. Rainer Braunschweig (Hamburg), erhielt Viktoria Baskakova aus Russland.  

Die Preisträger des 9. Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs sind am Samstag, 10. November um 20:00 Uhr noch einmal im Evangelischen Gemeindehaus in Bayreuth zu erleben: Dort interpretieren sie in einem Preisträgerkonzert solistische Werke aus ihrem Wettbewerbsprogramm. Ein Mitschnitt des Finalkonzerts in Weimar wird am 23. November um 20:05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur und am 11. Dezember um 20:05 Uhr auf MDR Kultur übertragen.  

Insgesamt 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren nach einer Vorauswahl für den diesjährigen Wettbewerb nominiert worden. Während die erste Runde im Wagnersaal der Musikschule Bayreuth ausgetragen wurde (31.10-3.11.), wechselten die Teilnehmer für die zweite (5./6.11.) sowie die dritte Runde (7.11.) in das Fürstenhaus der Weimarer Musikhochschule. Zu den Jurorinnen und Juroren gehörten neben der Jury-Vorsitzenden Gerlinde Otto auch Rolf-Dieter Arens (Deutschland), Aquiles delle Vigne (Belgien), Wolfgang Döberlein (Deutschland), Carsten Dürer (Deutschland), Gabriel Kwok (Hongkong), Muza Rubackyte (Litauen), Natalia Trull (Russland), Makoto Ueno (Japan) und Michael Wladkowski (Frankreich).   Der 10. Internationale Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar/Bayreuth wird 2021 in Bayreuth und Weimar stattfinden.  

www.hfm-weimar.de/liszt

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