Heiner Goebbels: Everything That Happened and Would Happen (2018). An Artangel commission. Foto: Thanasis Deligiannis
Heiner Goebbels: Everything That Happened and Would Happen (2018). An Artangel commission. Foto: Thanasis Deligiannis

Ruhrtriennale 2019 will neue Perspektiven

Nachdem im vergangenen Jahr die Perspektiven des Globalen Südens auf Europa den programmatischen Schwerpunkt bildeten, liegt der Fokus 2019 auf europäischer Selbstkritik, die den thematischen Rahmen „Zwischenzeit" fortsetzt.

Die Ruhrtriennale 2019 beginnt am 21. August mit Christoph Marthalers Musiktheater-Kreation "Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend" im Audimax der Ruhr-Universität Bochum. Bis zum 29. September werden in den ehemaligen Industriehallen des Ruhrgebiets Uraufführungen von Kornél Mundruczós Musiktheater-Produktion "Evolution", Jan Lauwers Schauspiel-Performance "All the good", Sharon Eyals Tanztheater "Chapter 3" und Bruno Beltrãos neuester Choreographie zu erleben sein. Auch die Deutschen Erstaufführungen von Heiner Goebbels Musiktheater-Collage "Everything that Happened and Would Happen", David Martons Regiearbeit "Dido and Aeneas, remembered" sowie Faustin Linyekulas Produktion "Congo" sind beim internationalen Festival der Künste zu sehen.

Das Musikprogramm umfasst u.a. das Programm "Coro" von Chorwerk Ruhr, zwei Konzerte des Klangforum Wien unter der Musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling sowie außergewöhnliche Formate in der Reihe "MaschinenHausMusik". Die Installation "Bergama Stereo", eine architektonische Sound-Konstruktion von Cevdet Erek, ist erstmals zu sehen. Der Künstler Jonas Staal veranstaltet mit "Training for the Future" ein utopisches Trainingslager. Der "Third Space" in einer umgebauten Transall-Maschine vor der Jahrhunderthalle Bochum wird ebenso weiterentwickelt wie das Langzeitprojekt #nofear der Jungen Triennale, das sich in diesem Jahr mit dem Thema Macht auseinandersetzt.

 Die Künstler beschäftigen sich auf vielfältige Weise mit der privilegierten europäischen Existenz sowie den Auswirkungen der europäischen Dominanz, sie fragen nach dem aktuellen Demokratieverständnis und entwerfen neue Zukunftsmodelle. Vom 21. August bis 29. September kommen mehr als 840 beteiligte Künstler aus rund 35 Ländern ins Ruhrgebiet, um 35 Produktionen und Projekte - davon 14 Ur- und Erstaufführungen - in 13 unterschiedlichen Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck zu zeigen. Der Vorverkauf für die diesjährige Ruhrtriennale beginnt am Dienstag, 12. März 2019.

www.ruhrtriennale.de.

 

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