Das Rundfunk-Sinfonie Orchester Berlin. Bild: Simon Pauly
Das Rundfunk-Sinfonie Orchester Berlin. Bild: Simon Pauly

RSB kündigt Strawinsky-Schwerpunkt an

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) hat im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz seine Programme und Projekte für die Spielzeit 2020/2021 vorgestellt.

Das RSB und sein Chefdirigent Leiter Vladimir Jurowski widmen sich in ihrer vierten gemeinsamen Saison besonders dem Œuvre von Igor Strawinskys, dessen Tod sich 2021 zum 50. Mal jährt, Alfred Schnittke und Anton Webern (75. Todestag), jedoch bringt die Saison ein weit gefächertes Repertoire mit sich.

Konzerte mit Chefdirigent Vladimir Jurowski

Der Chefdirigent des RSB eröffnet die Saison mit zwei Konzerten im Rahmen des Musikfestes Berlin. Am 5. September 2020 erklingen Alban Bergs Drei Bruchstücke aus „Wozzeck" für Sopran, Kinderchor und Orchester. Zu Gast begrüßt das RSB Sopranistin Anne Schwanewilms und den Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Umrahmt wird das Werk von Anton Weberns Fünf Orchesterstücken und Alfred Schnittkes groß angelegter Sinfonie Nr. 5.

Das zweite Konzert im Rahmen des Musikfestes widmet sich der zeitgenössischen Komponistin Rebecca Sanders mit ihrem Werk „Alba" für Trompete und Orchester nach Samuel Beckett, interpretiert vom niederländischen Trompeter Marco Blaauw. Eine beeindruckende Filmmusik von Alfred Schnittke hat Vladimir Jurowski für den Konzertsaal zugänglich gemacht, jene zu Michail Schweizers Fernsehproduktion (1979) von Alexander Puschkins „Kleinen Tragödien" (zu Gast: die Sängerin Anna Buturlina). Dieser Allegorie auf die Sehnsucht nach Gerechtigkeit geht im Konzert am 29. Oktober 2020 nicht nur beziehungsreich Musik von Mozart und Schubert voraus, sondern auch das Violinkonzert von Edison Denissow. Gespielt wird es von dessen Enkel Fedor Rudin.

Alljährlich wird am 12. Mai, Smetanas Todestag, das renommierte Festival „Prager Frühling" eröffnet mit einer Gesamtaufführung von „Má Vlast", des berühmten Zyklus aus sechs Tondichtungen von Bedřich Smetana. 2021 hat das RSB die besondere Ehre, die Eröffnung des Festivals in Prag vornehmen zu dürfen. Doch auch das Berliner RSB-Konzertpublikum kann profitieren von der Einladung aus Prag, denn erstmals seit 1980 wird am 6. Mai 2021 der gesamte Zyklus gespielt werden.

Insgesamt acht Konzerte in der RSB-Saison 2020/2021, fünf davon in einem kompakten Zyklus im Frühjahr 2021, widmen sich der Musik Strawinskys, der seine Heimat an keinem der Orte sah, an denen er zwischen Russland, Frankreich, der Schweiz und den USA gelebt hatte, sondern allein in der Musik.
Vier der fünf Festival-Konzerte finden unter der Leitung des Chefdirigenten statt.

Erste Gastdirigentin Karina Canellakis

Die gebürtige New Yorkerin übernahm neben Vladimir Jurowski eine längerfristige Position in der musikalischen Arbeit mit dem Orchester. Dies ist nun ihre zweite Saison. Karina Canellakis hierzu: „Ich freue mich sehr, diese wunderbare Zusammenarbeit in unserer zweiten Saison mit einem reichen und aufregenden Repertoire fortzusetzen. Die Vielseitigkeit dieses Orchesters in Verbindung mit der immensen Freude und Spaß am Musizieren schafft eine ganz besondere Atmosphäre – ich kann diese Saison kaum erwarten!" Als Erste Gastdirigentin setzt Karina Canellakis eigene programmatische Akzente.
 

 

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