Diana Tishchenko bei ihrem Auftritt nur vor Kamera und Mikrofon in der Elbphilharmonie. Bild: Sophie Wolter
Diana Tishchenko bei ihrem Auftritt nur vor Kamera und Mikrofon in der Elbphilharmonie. Bild: Sophie Wolter

"Rising Stars" trotz Lockdown

Die Elbphilharmonie durfte zwar kein Publikum hereinlassen, macht die aufstrebenden Talente der klassischen Musik aber digital hörbar.

»Rising Stars« ist das wahrscheinlich effizienteste Förderprogramm für die musikalische Exzellenz aus Europa: 22 in der European Concert Hall Organisation (ECHO) zusammengeschlossene Konzerthäuser aus dem ganzen Kontinent präsentieren in ihren weltweit renommierten Konzertsälen seit der Saison 1995/96 Jahr für Jahr sechs junge Musikerinnen und Musiker bzw. Ensembles der Spitzenklasse einem breiten Publikum. Und zwar ausschließlich Musikschaffende, die sie selbst ausgewählt und zu »Rising Stars« erkoren haben. Das Projekt war ein Erfolg von Anfang an: Künstlerinnen und Künstler wie Daniel Müller-Schott, Emmanuel Pahud, Martin Grubinger, Patricia Kopatchinskaja, Jörg Widmann, Jean-Guihen Queyras, Janine Jansen, Khatia Buniatishvili, das Belcea Quartet, Igor Levit, Antoine Tamestit und viele weitere, die heute zur Top-Liga weltweit tätiger Solisten gehören, waren zu Beginn ihrer Karriere allesamt »Rising Stars«.

Die Saison 2020/21 markiert den 25. Geburtstag des Exzellenzprogramms. Natürlich wäre es am schönsten gewesen, das Jubiläum mit Konzerten in den besten Sälen des Kontinents zusammen mit dem neugierigen und offenen Live-Publikum zu feiern, das die »Rising Stars« im Laufe der Jahre verlässlich an sich gebunden haben. Doch in dieser Saison ist nichts wie sonst, weshalb die Elbphilharmonie Hamburg ihr stets zu Jahresbeginn angesiedeltes »Rising Stars«-Festival komplett ins Internet verlegt.

In der vergangenen Woche haben fünf der für diese Spielzeit ausgewählten Künstlerinnen, Künstler und Ensembles im Kleinen Saal der Elbphilharmonie ohne Publikum konzertiert. Aufgezeichnet von bis zu sechs Kameras – vier ferngesteuert, zwei von Hand geführt –, werden die Konzerte ab 26. Januar Abend für Abend um 20.30 Uhr sukzessive ausgespielt. Die britische Saxofonistin Jess Gillam kann derzeit nicht reisen, weshalb ihr Konzert von London aus zugeliefert wird. Vor jedem Konzert-Stream bietet ein Künstlergespräch Gelegenheit, die Interpretinnen und Interpreten näher kennenzulernen.

Die Termine des Festivals RISING STARS DIGITAL im Überblick:

26. Januar: Aris Quartett (D)
27. Januar: Jess Gillam (Saxofon, UK)
28. Januar: James Newby (Bariton, UK)
29. Januar: Diana Tishchenko (Violine, UKR/D)
30. Januar: Cristina Gómez Godoy (Oboe, ESP)
31. Januar: Vanessa Porter (Percussion, D)

Beginn jeweils​ 20.30 Uhr. 

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