Einer von drei Ricordilab-Komponisten: Yair Klartag. Bild: Anne Laure Lechat
Einer von drei Ricordilab-Komponisten: Yair Klartag. Bild: Anne Laure Lechat

Ricordi-Verlag fördert junge Komponisten

Yair Klartag, Donghoon Shin und Lisa Streich haben die zweite Ausgabe des internationalen Kompositionswettbewerbs ricordilab gewonnen.

Ricordi Berlin wird ausgewählte Werke der Komponisten verlegen und sie für einen Zeitraum von drei Jahren beim Aufbau ihrer Karrieren unterstützen. Internationale Veranstaltungspartner präsentieren die Laureaten in ihren Programmen.

Die „associated partner“ des Programms sind die Bamberger Symphoniker und das Taiwan Philharmonic, die Sächsische Staatsoper Dresden sowie die Festivals Acht Brücken | Musik für Köln, huddersfield contemporary music festival, das Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling und Campus Grafenegg.

„Wir sind hocherfreut, unser Verlagsprogramm um diese drei außergewöhnlichen Talente bereichern zu können. Yair Klartag überzeugt durch seine feinsinnige und filigrane Instrumentationsgabe, Donghoon Shin baut große Spannungsbögen und gibt jedem Werk eine eigene Dramaturgie während sich Lisa Streich durch eine erfrischende Experimentierfreudigkeit im Umgang mit neuen Klängen auszeichnet – drei ganz unterschiedliche neue Stimmen, welche Musiker und Zuhörer faszinieren werden“, so General Manager von Ricordi Berlin, Dr. Silke Hilger.

Bei der Entscheidungsfindung wurde der Verlag durch ein internationales Fachgremium unterstützt. Dieses besteht aus Hervé Boutry (ehemaliger Direktor des Ensemble intercontemporain), dem Dirigenten Enrique Mazzola, Komponistin Younghi Pagh-Paan, Costa Pilavachi (ehemaliger Senior Vice President of Classical A&R der Universal Music Group), Ilona Schmiel (Intendantin des Tonhalle-Orchesters Zürich) und Melissa Smey (Executive Director des Miller Theatre, New York).

Yair Klartag wurde 1985 in Israel geboren und studierte u. a. bei Ruben Seroussi sowie G.F. Haas. Derzeit arbeitet er an einem Musiktheater für die Münchener Biennale; sein Concerto Grosso wird im Oktober 2019 vom Meitar Ensemble und Thelma Yellin Symphony Orchestra unter Pierre-André Valade uraufgeführt.

Donghoon Shin, 1983 in Südkorea geboren, promoviert zurzeit bei Sir George Benjamin in London. Er studierte u. a. bei Julian Anderson und Unsuk Chin. Im Dezember 2019 leitet Peter Eötvös die Uraufführung seines neuen Kammerorchesterwerks – ein Kompositionsauftrag der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Für das Los Angeles Philharmonic schreibt Shin zudem ein neues Orchesterwerk.

Lisa Streich (*1985 in Schweden) studierte Komposition bei Johannes Schöllhorn, Adriana Hölszky und Mauro Lanza sowie Orgel bei Margareta Hürholz. Ihre aktuellen Kompositionsaufträge umfassen das Werk „FRANCESCA“ (ensemble recherche/Klangspuren Schwaz 2019), ein neues Werk für die Hofkapelle München im Auftrag der Kölner Philharmonie sowie ein Streichquartett für das Quatuor Diotima und die Shizuoka Concert Hall.

 

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