RIAS Kammerchor. Foto: Matthias Heyde
RIAS Kammerchor. Foto: Matthias Heyde

RIAS Kammerchor zieht Bilanz

Der RIAS Kammerchor erfreut sich eines guten Zuhörerzuspruchs.

„Das klassische Konzert lebt. Insgesamt besuchten mehr als 32.000 Besucher knapp 50 Veranstaltungen im Kalenderjahr 2019. Und mit unseren eigenen Konzerten in Berlin haben wir eine Rekordauslastung von 91,9 % erzielt. Darüber hinaus konnten wir zu Beginn der laufenden Spielzeit einen Zuwachs der Abonnenten um mehr als 16 % verzeichnen – alles in allem ein ausgesprochen erfolgreiches weiteres Jahr mit unserem Chefdirigenten Justin Doyle." So bilanziert Chordirektor Bernhard Heß das vergangene Jahr aus Sicht des RIAS Kammerchores.
 
Das vielfältige Repertoire umfasste unter anderem Werke von Monteverdi, Bach, Brahms und Beethoven bis hin zu zeitgenössischen Komponisten wie Morton Feldman. Zudem brachte der RIAS Kammerchor im vergangenen Jahr mit Kompositionen von Lera Auerbach und Torsten Rasch zwei Auftragswerke zur Uraufführung.
 
Auch in 2020 erwartet das Ensemble ein abwechslungsreiches Programm, das Vokalmusik in all ihren Facetten präsentieren wird. So wird die Reihe größerer Auftragskompositionen weiter fortgeführt: Jüri Reinvere beschenkt das Ensemble beispielsweise mit einer neuen, dramatischen Chorkantate, Die Vertreibung des Ismael, die am 20. März 2020 in der Philharmonie Berlin uraufgeführt wird. Daneben stehen unter anderem Werke wie Schumanns Szenen aus Goethes Faust und Mozarts c-Moll Messe auf dem Programm, bevor zum Abschluss der Saison am Arvo Pärts 85. Geburtstag gefeiert und des im Jahr 2019 verstorbenen Gija Kantscheli gedacht wird.
 
Einen gelungenen Auftakt bildete bereits das Neujahrskonzert am 1. Januar 2020: In der ausverkauften Philharmonie Berlin begeisterte Justin Doyle gemeinsam mit den Solisten Julia Doyle, Tim Mead, Thomas Hobbs und Roderick Williams, seinem RIAS Kammerchor Berlin und der Akademie für Alte Musik Berlin mit Händels Messiah und knüpfte so an die Erfolge des vergangenen Jahres an.

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