Rias Kammerchor | Britten : Choral Works

Rias Kammerchor | Britten : Choral Works

Die Hymne an Cecilia, die Schutzpatronin der Musik, ist sicher das bekannteste Werk dieser Zusammenstellung von A-cappella-Chorwerken von Benjamin Britten, doch die Überraschung sind die Chortänze aus „Gloriana“. Britten hatte die unterschätzte Oper zur Krönung Elisabeths II. komponiert und ein herbes Porträt ihrer berühmten Vorgängerin geliefert. Es sind tänzerische Allegorien, vom RIAS Kammerchor beschwingt vorgetragen, ob es um den Lauf der Zeit geht oder um die Blumengebinde der Mädchen vom Land.


Wenig früher waren die Five Flower Songs entstanden, Chorsätze voll rhythmischer und harmonischer Finessen, ein Hochzeitsgruß an ein befreundetes Mäzenenpaar. Bereits 1942 entstand die Hymn to St. Cecila, die eigentlich eine Hommage an die britische Chorkunst ist und vom RIAS Kammerchor authentisch präsentiert wird. W. H. Audens eigenwilliger Text der elfminütigen Kantate wird hier zu einer musikalischen Meditation, mit leichtfüßigem Scherzo und ruhigen Soli zu einem reichen Klangbild ausgestaltet.
An einem Chorsatz hatte Britten schon als 16-jähriger Schüler sein Talent erprobt: Seine „Hymn to the Virgin“ war 1930 gedruckt und im Radio gesendet worden und wirkt noch heute so frisch wie damals. Auch der 1939 in New York entstandene Zyklus „A.M.D.G. (Ad majorem dei gloria)“ zeugt von Brittens lebhaft empfundener Religiosität und seinem Sinn für die spezifisch englische Chortradition und ihre sehr große Stilbreite.
Da gibt es keinen uninspirierten Takt – und auf dieser CD keine unaufmerksame Sekunde. Der von Justin Doyle klar und flexibel geleitete RIAS Kammerchor nötigt uns nicht nur Respekt ab vor der Kunst Benjamin Brittens, sondern liefert auch ein ganz großes Klangvergnügen.

Bernd Feuchtner

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Britten: Hymn to St. Cecilia u. a. Chorwerke; RIAS Kammerchor, Justin Doyle (2017); harmonia mundi

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