Tomas Netopil. Bild: Hamza Saad
Tomas Netopil. Bild: Hamza Saad

Reduzierte Corona-Besetzungen

Auch die Essener Philharmoniker mussten ihr Programm zu Beginn der neuen Saison umstellen.

Reduzierte Besetzungen aufgrund von Abstandsregeln auf der Bühne, der Verzicht auf Pausen und damit verbunden kürzere Programme: Die weiterhin geltenden Einschränkungen im Konzertbetrieb haben auch zu Beginn der neuen Spielzeit 2020/2021 Auswirkungen auf den Spielplan der Essener Philharmoniker.

Für die Monate September und Oktober hat das Orchester daher sein Programm angepasst. Im 1. Sinfoniekonzert am 3. und 4. September, jeweils um 20 Uhr in der Philharmonie Essen, kommen nun nicht Prokofjews zweites Violinkonzert und Rachmaninows zweite Sinfonie zur Aufführung. Stattdessen wird Generalmusikdirektor Tomáš Netopil drei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart präsentieren: Adagio und Fuge c-Moll für Streicher (KV 546), die Sinfonia concertante Es-Dur für Violine, Viola und Orchester (KV 364) sowie die Serenade Nr. 13 G-Dur (KV 525), die unter dem Titel „Eine kleine Nachtmusik“ große Berühmtheit erlangte. Als Geigensolist ist wie ursprünglich geplant Daniel Hope zu Gast, den Violapart übernimmt Philip Dukes.

Im 2. Sinfoniekonzert am 8. und 9. Oktober 2020, jeweils um 20 Uhr steht noch einmal der große Jubilar dieses Jahres, Ludwig van Beethoven, im Mittelpunkt. Erklingen wird nicht nur dessen drittes Klavierkonzert, wie vorgesehen interpretiert von Kristian Bezuidenhout, sondern nun auch die erste Sinfonie des Komponisten. Nicht mehr Teil des Programms sind Mendelssohns „Ruy Blas“-Ouvertüre und Schumanns zweite Sinfonie. Am Dirigentenpult steht Richard Egarr.

Leichte Kürzungen erfahren auch die Kammerkonzerte der Essener Philharmoniker. Auf dem Programm des 1. Kammerkonzertes am 13. September, um 11 Uhr im RWE Pavillon (statt Aalto-Foyer) stehen das „Razumovsky-Quartett“ op. 59 Nr. 3 von Ludwig van Beethoven und das Klarinettenquintett B-Dur von Anton Reicha. Nicht zur Aufführung kommen wird Beethovens Streichquartett op. 18 Nr. 1. Das 2. Kammerkonzert am 11. Oktober, um 11 Uhr im RWE Pavillon trägt nun den Titel „Ungarisch für Bläser“ und wird um zwei Stücke von Antal Doráti und László Lajtha reduziert.

Zum Programm gehört auch weiterhin das traditionelle Konzert für Essener Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung, das unter der Leitung von Tomáš Netopil zum Beginn der neuen Spielzeit am 10. September, um 19:30 Uhr in der Philharmonie Essen stattfinden wird.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen für den Bühnenbereich sowie des Verbots von Großveranstaltungen kommt es zu einzelnen Absagen: Ersatzlos entfallen müssen der Abend „Very British“ am 22. August in der Philharmonie Essen, das Filmkonzert „Fantasia“ am 29. August in der Lichtburg sowie das Theaterfest zur Saisoneröffnung am 30. August in der Philharmonie Essen. Darüber hinaus hat die Essen Marketing GmbH das Stadtfest „ESSEN ORIGINAL“ abgesagt, wovon auch das Open-Air-Konzert der Essener Philharmoniker auf dem Kennedyplatz betroffen ist. Ob das Konzert an einen anderen Ort stattfinden kann, wird rechtzeitig bekanntgegeben.

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