Unter den ausgezeichneten: Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla. Bild: Ben Ealovega
Unter den ausgezeichneten: Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla. Bild: Ben Ealovega

Preis der deutschen Schallplattenkritik

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat die Jahrespreise 2019 bekannt gegeben.

134 Titel waren von der Gesamtjury vorgeschlagen worden, 129 davon schafften es auf die Longlist, 11 wählte der Jahresausschuss für einen Preis aus. Die Bandbreite der Stile und Genres reicht von Symphonik über Pop, Soul, Jazz, Oper und zeitgenössische Elektronik bis hin zu Chor- und Weltmusik. Diese elf Jahrespreise werden im Laufe der nächsten Wochen öffentlich überreicht und gefeiert.

Die elf Jahrespreise 2019 gehen: an die Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla, ihr City of Birmingham Symphony Orchestra und die Kremerata Baltica für die hochexpressive Interpretation der Symphonien op. 30 und 152 von Mieczysław Weinberg (Deutsche Grammophon); an den Dirigenten Guillaume Tourniaire und sein Genfer Ensemble für die spektakuläre Wiederentdeckung der Oper „Ascanio“ von Camille Saint-Saëns (B-Records); an den Komponisten und Pianisten Reinbert de Leeuw und das Collegium Vocale Gent für die betörend radikale Zweiteinspielung der „Via Crucis“ von Franz Liszt (Alpha Classics); an das GrauSchumacher Piano Duo und das Experimentalstudio des SWR für die Realisierung der Komposition „Le temps, mode d’emploi“ von Philippe Manoury, Auftragskomposition der Wittener Tage für neue Kammermusik (Neos); an Martin Elste und Carsten Schmidt für die Edition „2000 Jahre Musik auf der Schallplatte. Alte Musik anno 1930. Eine diskologische Dokumentation zur Interpretationsgeschichte“ (Wiener Gesellschaft für Historische Tonträger); an Émile Parisien und sein Émile Parisien Quartet für das hinreißende Album „Double Screening“ (Act); an die Perkussionistin Marilyn Mazur und ihre Band Shamania, für die außerordentlich weltläufige und grenzgängerische Gemeinschaftsproduktion „Shamania“ (RareNoise); an Adrian Quesada und Eric Burton alias die Soulband Black Pumas für ihr suchterregendes Debüt-Album „Black Pumas“ (Ato Records); an die österreichische Formation Bilderbuch für das beste Geschenk des Jahres: „Vernissage My Heart“ (Maschin Records); an Bruce Springsteen für die schwelgerischen dreizehn Songs von „Western Stars“ (Sony); und an BaoBao Chen und Tim Cole sowie die rund fünfzig Musikerinnen und Musiker von den vom steigenden Meeresspiegel bedrohten pazifischen Inseln, die gemeinsam das einzigartige Album „Small Island Big Song“ produziert haben (CDBaby).

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