PHILIPPE JAROUSSKY | Foto: Parlophone Records Ltd/Simon Fowler

PHILIPPE JAROUSSKY

Philippe Jaroussky ist nicht erst seit der Eröffnung der Elbphilharmonie der wohl bekannteste Countertenor der Gegenwart. Im Interview spricht er über den näher kommenden Abschied vom Singen – und warum Countertenöre immer noch Außenseiter sind.

Herr Jaroussky, von allen Countertenören hatten Sie stets die vielleicht zarteste, fragilste, weichste Stimme. Gefällt Ihnen das?
Unbedingt. Zartheit und Fragilität können eine Qualität sein, allerdings auch eine Grenze oder sogar Gefahr. Und gerade darin liegt wahrscheinlich das Gute! Ich kämpfe seit 20 Jahren darum, meiner Stimme noch mehr Farben zu verleihen. Gelobt wird man dann trotzdem immer für dieselben Farben, die man immer schon hatte und für die man bekannt geworden ist. Das ist auch der Grund dafür, weshalb ich immer noch einen Lehrer brauche. Es geht darum, der Stimme mehr Körper zu geben. Festigkeit hat sie – für meinen Geschmack – genug.

Sie haben immer noch einen Lehrer?
Um mich weiterzuentwickeln. Man muss bedenken, dass ich erst mit 18 angefangen habe zu singen. Viele meiner Kollegen und Freunde, zum Beispiel Max Emanuel Cencic oder Bejun Mehta, waren dagegen schon als Kinder berühmt. Ich bin eher Musiker als Sänger. Ich war niemals ein sehr physischer Künstler, sondern immer ein bisschen intellektuell. Eines aber ist völlig klar: Wäre ich so fragil wie es dem Publikum erscheint, dann wäre ich schon längst weg vom Fenster.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der FONO FORUM Ausgabe 3/2021.

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