Steht mal wieder für das Abrüsten von Profil in der Kririk: Tom Buhrow, Intendant des WDR. Foto: Herby Sachs/WDR
Steht mal wieder für das Abrüsten von Profil in der Kririk: Tom Buhrow, Intendant des WDR. Foto: Herby Sachs/WDR

Petition gegen x-te WDR-Reform

Die Öffentlichkeit beginnt damit, sich basisdemokratisch in den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk einzumischen. Eine Petition im Internet will verhindern, dass die WDR-Führung unter Tom Buhrow das Profil des Senders Funkhaus Europa dem Mainstream opfert.

Nach Angaben der Organisatoren haben bereits mehr als 20.000 Menschen die Petition unterschrieben, die von Künstlern wie Patrice und Gentleman unterstützt wird. "Wo bleibt der öffentlich-rechtliche Bildungsauftrag?" fragt die Petition unter anderem. Und eine weitere Frage an die Herrscher beim WDR lautet: "Warum reagieren Sie auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen wie globale Migrationsbewegungen mit der Abschaffung von Plattformen, die zur Verständigung und Annäherung durch Musik beitragen?"

Ein beispielloser Kahlschlag drohe, heißt es weiter. "Im Zuge einer großen Programmreform sollen nun 17 Musikformate ersatzlos gestrichen werden. Darunter DJs wie Gilles Peterson und langjährige Autorensendungen wie „Indigo“ mit Anna-Bianca Krause, die „Jazzanova Radio Show“ und „5 Planeten“ mit Francis Gay, einem der international renommiertesten Kenner des Global Pop", teilen die Initiatoren mit.

Funkhaus Europa wäre nicht der erste Sender des WDR, der dem vermeintlich erkannten Wunsch einer angenommenen Hörerschaft nach Easy Listing in den Ohren des Management nicht entspricht. Auch der Klassikkanal WDR 3 wurde bereits mehrfach entkernt, die Lobby der klassischen Musik wird immer weiter entmachtet. Die Organisatoren der Petition für Funkhaus Europa konstatieren: "Eine der letzten Oasen für kreatives Radio wird abgewickelt." 

https://www.change.org/p/tom-buhrow-intendant-des-wdr-stoppt-die-funkhaus-europa-reform

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