Paul Badura-Skoda im Jahr 2008 in Moskau. Bild badura-skoda.cc
Paul Badura-Skoda im Jahr 2008 in Moskau. Bild badura-skoda.cc

Paul Badura-Skoda

Der Pianist Paul Badura-Skoda hinterlässt eine umfangreiche Diskografie. Im FONO FORUM war er seit den frühen 60er Jahren präsent.

Als einer der ersten renommierten Pianisten beschäftigte sich Paul Badura-Skoda nicht nur mit der Frage nach dem Urtext von Kompositionen, sondern er stellte auch die Frage nach dem richtigen Instrument. So entdeckte er den Hammerflügel für sich, für viele Hörer und ebnete damit auch nachfolgenden Pianisten ihre Wege abseits des modernen High-Mechanic-Konzertflügels. Von Furtwängler und Karajan gefördert, mit dem Ritterschlag der Edwin-Fischer-Schülerschaft nahm die Karriere des 1927 geborenen Musikers nach dem Krieg rasch Fahrt auf und machte ihn zu einem Star. Dass ihm das nicht genug war, sondern sein Erkenntnis- und Mitteilungsdrang ihn weiter brachte, hat ihn in den vergangenen Jahrzehnten abseits der PR-populären Klaviervirtuosinnen und -virtosen zu einer Eminenz werden lassen, die keineswegs grau, sondern in Spiel und musikwissenschaflichem und pädagogischem Anspruch und Tun immer sehr farben- und fantasiereich war. Vor allem Schubert und Mozart galt seine Hingabe - und natürlich Beethoven, dessen Sonaten er im Beethoven-Jahr 1970 im Fernsehen einem breiten Publikum näher brachte. Nun ist Paul Badura-Skoda im Alter von 91 Jahren verstorben. Eine Würdigung folgt im FONO FORUM 12/2019.

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