Faksimile von Puccinis Pastorella gravida für Orgel. Bild: Carus-Verlag
Faksimile von Puccinis Pastorella gravida für Orgel. Bild: Carus-Verlag

Orgelkompositionen von Puccini

Musikwissenschaftler aus dem Centro Studi Giacomo Puccini in Lucca haben Orgelkompositionen von Giacomo Puccini entdeckt, zuletzt 12 bislang gänzlich unbekannte Kompositionen - ein für die Musikwissenschaft herausragender Fund von außergewöhnli­chem Umfang.

Die Autographe befinden sich im Bestand der Fondazione Simonetta Puccini per Giacomo Puccini, die das Erbe der Familie Puccini verwaltet. Virgilio Bernardoni, Professor für Musikwissenschaft in Bergamo und international renommierter Puccini-Experte, hat nun alle zum heutigen Tag bekannten 57 Or­gelkompositionen von Puccini erstmals in einer wissenschaftlichen Ausgabe inner­halb der italienischen Nationalausgabe vorgelegt.

Der Notenband wurde nun im Rahmen eines hochkarätig besetzten wissenschaftlichen Symposiums mit Festkon­zert im italienischen Reggio Emilia vorgestellt. Damit eröffnet sich der Musikweit ein Einblick in eine bislang nahezu unbekannte Facette im Ouvre des weltberühmten Komponisten von Tosca, Suor Angelica und Turandot. Die Orgel ist das Instrument, mit dem der junge Puccini als Musiker debütierte und an dem er ausgebildet wurde. Bislang waren seine Aktivitäten auf diesem Instrument nur aus Anekdoten bekannt. Durch die Wiederentdeckung der Autographe und durch die Veröffentlichung sind Einblicke aus erster Hand in die Kompositionsstube des jungen Puccini möglich.

Zur Übersicht