Christa Ludwig und Brigitte Fassbaender bei der Nachfolge-Veranstaltung des ECHO KLASSIK, OPUS KLASSIK. Bild: Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V.
Christa Ludwig und Brigitte Fassbaender bei der Nachfolge-Veranstaltung des ECHO KLASSIK, OPUS KLASSIK. Bild: Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V.

OPUS KLASSIK, die Erste

Über 1.000 Gäste feierten im ausverkauften Konzerthaus Berlin die Premiere des neuen Preises für klassische Musik, den OPUS KLASSIK. Er ersetzt den in die Kritik geratenen ECHO KLASSIK.

Über 30 Preisträger aus der ganzen Vielfalt klassischer Musik waren zu Gast und nahmen begeistert ihre Trophäen entgegen. Der „Verein zur Förderung der klassischen Musik e. V.", Initiator der neuen Auszeichnung, setzte erste Akzente für die Weiterentwicklung des Klassikpreises.  

Alondra de la Parra, mexikanische Dirigentin aus New York, gab mit dem Konzerthausorchester bei der Premiere des OPUS KLASSIK den Takt vor. Die Bühne gehörte den neuen Talenten der Welt der Klassik. Mit der Sopranistin Regula Mühlemann, den Brüdern Lucas & Arthur Jussen, dem Ensemble 4 Times Baroque, dem Cellisten Sheku Kanneh-Mason, dem Kontrabass-Virtuosen Roman Patkoló und der georgischen Violinistin Lisa Batiashvili waren unter den auftretenden Künstlern gleich einige der vielleicht wichtigsten Kategorie "Davon wird man noch viel hören", wie der Preis für diese bereits international arrivierten Musiker genannt wurde.

Das "Ensemble Esperanza" erhielt zudem den "Preis für Nachwuchsförderung". Den Rahmen um den Nachwuchs bildeten die "Sängerin des Jahres" Diana Damrau, der "Sänger des Jahres" Juan Diego Flórez und Abba-Superstar Benny Andersson. Den Preis für ihr Lebenswerk nahm eine bestens gelaunte Christa Ludwig entgegen. Die neue Trophäe erhielten die Preisträger aus den Händen der Laudatoren Natalia Wörner, Max Raabe, Rolando Villazón, Brigitte Fassbaender, Thomas Heinze, Valerie Niehaus und Jo Schück.

Die 90jährige Christa Ludwig nahm ihren Preis mit viel Humor entgegen und freute sich bei Standing Ovations, diesen wichtigen Preis nicht erst posthum erhalten zu haben. Benny Andersson brach eine Lanze für eine solidarische Gesellschaft, in dem er sagte, sein deutsches Lieblingswort sei "#unteilbar". Waren doch am Vortag der Verleihung über 200.000 Menschen unter diesem Motto durch Berlins Straßen gezogen, um für "Solidarität statt Ausgrenzung" zu werben. 

Diana Damrau wünschte dem Opus Klassik eine Zukunft als "Schutzengel der Klassik" und das fulminante Finale mit allen Preisträgern des Opus Klassik zum Abba-Song "Thank You For The Music" setzte ein weiteres bewegendes Signal, dass Musik verbindet. Unter den 1.000 Premierengästen waren viele Klassik-Novizen. Die Veranstalter des Opus Klassik, der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V. hatte explizit über Kooperationen mit Schulen und Kultur-Blogs junge Leute eingeladen, die bisher kaum oder gar keine Berührung mit klassischer Musik hatten. Die Resonanz bei den 15 - 25 jährigen war überwältigend. Die prachtvolle Kulisse des Konzerthauses, die packenden Auftritte der Künstler und auch der gut gelaunte Elder Statesman, Thomas Gottschalk begeisterte. Eine 16-jährige brachte es auf den Punkt "Ich bin geflasht". 

Der OPUS KLASSIK, der neue Preis für klassische Musik in Deutschland, wird in diesem Jahr erstmals verliehen. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung, zeichnet der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V., außerordentliche Künstler und Leistungen aus dem Genre Klassik aus. Eine unabhängige Jury wählte nach Nominierungen in verschiedenen Kategorien die Preisträger aus.

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