Die Oper und links davon das Schauspielhaus in Köln.
Die Oper und links davon das Schauspielhaus in Köln.

(Noch) kein Milliardengrab

Die Sanierung von Oper und Schauspielhaus in Köln wird nach derzeitigem Stand 554 Millionen Euro kosten - plus 372 Millionen Euro Zinsen. In Summe 926 Millionen Euro.

Dass es teurer werden würde, war klar. Jetzt haben die Bühnen der Stadt Köln als Bauherr dem Rat eine Vorlage zur Budgeterweiterung auf 554 Millionen Euro vorgelegt. Das aktuell freigegebene Budget von 404 Millionen Euro beruht auf einem Ratsbeschluss vom November 2016. „Für unsere Handlungsfähigkeit ist die Budgeterweiterung entscheidend“, erläutert der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger. Streitberger hatte die Koordination der Sanierung übernommen, nachdem es zur Katastrophe mit unzähligen und teils unfassbaren Baumängeln gekommen war - und zu einem Baustopp. Mit ihm ist nun offenbar Struktur in das Vorhaben eingekehrt - und damit auch eine hoffentlich realistische Einschätzung der Kosten. Die derzeitige Planung sieht eine Wiederveröffentlichung im Jahr 2023 vor. Im Sommer 2012 fiel der vorerst letzte Vorhang in dem 50er-Jahre-Bau. Die Abtragung der Kredite ist bis ins Jahr 2063 geplant. Ursprünglich waren die Kosten für die Sanierung von Oper, Schauspiel und den Bau einer neuen Kinderoper auf rund 250 Millionen Euro taxiert worden.


 
 

Zur Übersicht