Das Coelner Barock Orchester. Bild: Christian Palm
Das Coelner Barock Orchester. Bild: Christian Palm

Neustart mit Alter Musik geplant

Zum Sommeranfang wagt das zamus (Zentrum für Alte Musik in Köln) einen Neustart mit seinem Festival, das vom 22.6. bis 1.7.2021 stattfindet.

Zugleich wird aus dem erfolgreichen "Kölner Fest für Alte Musik" nach zehn Jahren das zamus: early music festival, so dass sich nun die programmatische Ausrichtung und Internationalität im neuen Namen widerspiegelt.

Das vergangene Jahr mit seinen für alle besonderen Herausforderungen hat auch das diesjährige Festivalprogramm geprägt – sowohl inhaltlich als auch organisatorisch: Mehrfache Verschiebungen, Um- und Neuplanungen und permanente Anpassungen an die jeweils aktuelle Situation bestimmten und bestimmen die Planungen. Sie forder(te)n vom zamus-Team und all seinen Partnern permanente Flexibilität und Kreativität.

Mélanie Froehly, Geschäftsführerin des zamus und der KGAM (Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V.) und Ira Givol, seit 2020 künstlerischer Leiter des Festivals, zeigen sich sehr optimistisch, dass – nach derzeitigem Stand – fast alle geplanten Veranstaltungen unter Anwendung eines ausgefeilten Hygienekonzepts realisiert werden können. Mit einem "Plan B" wird es möglich sein, kurzfristig von reinen Live-Veranstaltungen auf eine Hybrid-Variante bzw. auf Streaming auszuweichen oder vom Innenraum ins Freie zu wechseln.
Aktuellste Veranstaltungs- und Ticketinformationen sind dann jeweils über die zamus-Homepage abzufragen.

Das Programm 2021

Der neue Festivalleiter Ira Givol, der schon das (ausgefallene) Kölner Fest für Alte Musik 2020 verantwortete, kann sich endlich mit seiner ganz eigenen Konzeption präsentieren.

Das Thema Tag und Nacht / Himmel und Erde – im diesjährigen Festivaltitel:
"dunkle Tage – helle Nächte" fokussiert nicht nur musikalisch, sondern auch im direkten Diskurs zwischen Künstler*innen und Publikum die Vielschichtigkeit einer Gesellschaft mit ihrem größer gewordenen Zwiespalt zwischen glänzendem Reichtum und Helligkeit einerseits und düsterer Armut andererseits.

Einige thematische Schwerpunkte und programmatische Linien, die 2020 ursprünglich im Zentrum standen, konnten zudem ins Festival 2021 integriert werden, so dass sich vier Konzerte und das Symposium The End of Early Music?, in dem philosophische und praktische Fragen zu Bedeutung und Stellenwert der historisch informierten Aufführungspraxis (HIP) in der modernen Welt gestellt werden, im neuen Programm wiederfinden.

zamus: early music festival 2021, das sind 17 Konzerte und Veranstaltungen an 14 Spielorten in 10 Tagen – mit Musik, die sich vom 9. bis ins 21. Jahrhundert erstreckt, die gesellschaftliche Umbrüche reflektiert, sich im Spannungsfeld zwischen Hochkultur und Popkultur bewegt, mit den Wechselwirkungen zwischen Volksmusik und sogenannter Kunstmusik spielt. Ein Programm, das auch zeitgenössischen Tanz, Film und die realen Aufführungsbedingungen der Künstler*innen mit einbezieht und so die große Vielfalt der Alte-Musik-Szene neu beleuchtet.

Internationale Künstler und Ensembles wie Sequentia, Midori Seiler, Matan Porat, Alon Sariel, Ars Choralis Coeln, Graindelavoix, Chorwerk Ruhr, Hana Blažíková, nuovo aspetto, Harmonie Universelle... versprechen viele weitere helle Nächte bei diesem vielfältigen und hochkarätig besetzten zamus: early music festival 2021!

- Höhepunkt zum Festival-Finale ist die Uraufführung einer großen zamus - Musik- und Tanz- Eigenproduktion: Was frag ich nach der Welt – J. S. Bach: Das Kapital
Leonhard Bartussek, Konzept & Komposition / Alexandra Waierstall, Choreografie.
In der intensiven Verbindung von Tanz, (Zeitgenössischer und Alter) Musik und Bildender Kunst reflektieren die Künstler*innen über das Verhältnis von Politik, Ökonomie und Kunst – und ihre eigenen Organisationsformen.
- Eine weitere besondere Premiere für das zamus ist das Einweihungskonzert der neuen zamus: Truhenorgel, extra mobil und flexibel für die zamus-Bedingungen kreiert vom Orgelbaumeister Andreas J. Schiegnitz.
- Erstmals in neuen Versionen aufgeführt werden Händels Oratorium Esther und die allseits beliebte Kaffeekantate von J. S. Bach.

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