Karajan im Silvesterkonzert mit den Berliner Philharmonikern 1978. Bild: Unitel
Karajan im Silvesterkonzert mit den Berliner Philharmonikern 1978. Bild: Unitel

Neues Kompositions-Stipendium

Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker erweitert ihr Engagement für zeitgenössische Musik.

Anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der »Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa« lobt der Vorstandsvorsitzende André Schmitz Schwarzkopf  ein Stipendium für junge Komponistinnen und Komponisten aus, das fortan jährlich in Kooperation mit der Karajan-Akademie der  Berliner Philharmoniker vergeben wird. Das Schwarzkopf-Kompositionsstipendium wird mit jeweils insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Erster  Preisträger  wird  in  der  Spielzeit  2021/22  der  1993  geborene  armenische  Komponist  Hovik Sardaryan. Das Stipendium dient der Arbeit an einem kompositorischen Projekt, das im Rahmen eines Kammermusikkonzertes der Karajan-Akademie vorgestellt wird. Darüber hinaus erhält der Stipendiat die Möglichkeit, sich in das philharmonische Leben einbringen zu können. André Schmitz-Schwarzkopf: »Musik ist die Kunstform, die Menschen am leichtesten über Grenzen hinweg zu verbinden vermag. In diesem  Sinne  freue  ich  mich  ganz  besonders  über  die  Kooperation  mit  der  Karajan-Akademie  der Berliner Philharmoniker.« 

Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, erklärt dazu: »Die Förderung des kompositorischen Nachwuchses liegt uns besonders am Herzen. Wir freuen uns, dass wir mit dem Schwarzkopf-Kompositionsstipendium  unser  Engagement  für  die  zeitgenössische  Musik  nachhaltig erweitern können und gleichzeitig ein weiteres Stipendium für die Karajan-Akademie anbieten können.«

Die  überparteiliche  »Schwarzkopf-Stiftung  Junges  Europa«  wurde  1971  von  Pauline  Schwarzkopf gegründet. Stiftungszweck ist die Förderung der Entwicklung junger Menschen zu politisch bewussten und  verantwortungsbereiten  Persönlichkeiten.  Im  Mittelpunkt  stehen  dabei  die  Stärkung  des europäischen Einigungs- und Friedensgedankens und der gesamteuropäischen Völkerverständigung sowie  die  Bekämpfung  von  Rechtsextremismus,  Antisemitismus  und  Rassismus.  Die  Schwarzkopf- Stiftung ist ein durch die Bundeszentrale für politische Bildung anerkannter Bildungsträger.

Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker geht auf eine Initiative Herbert von Karajans zurück, der Anfang der 1970er-Jahre die Idee hatte, die Ausbildung des Orchesternachwuchses der Berliner Philharmoniker in einer Akademie zu organisieren. Diese Form der institutionalisierten Förderung war damals  eine  Innovation.  Zum  ersten  Mal  wurde  für  herausragende  junge  Musiker*innen,  die  eine  erstklassige, aber meist am solistischen Repertoire orientierte Hochschulausbildung durchlaufen, die Möglichkeit  geschaffen,  sich  in  einer  Gemeinschaft  von  Spitzenmusiker*innen  wie  den  Berliner Philharmonikern  zu  vervollkommnen.  Im  Einzelunterricht  und  im  Bereich  der  Kammermusik  von Dozent*innen  aus  den  Reihen  des  Orchesters  betreut,  integriert  in  Orchesterproben  und  Konzerte, sammeln  die  jungen  Musiker*innen  unersetzliche  Erfahrungen  für  ihren  Berufsweg,  erlernen  die professionelle Disziplin eines Weltklasse-Orchesters und Konzertroutine im besten Wortsinn.
 
 
 
 
 
     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hovik Sardaryan
 
Hovik Sardaryan, 1993 geboren in Armenien, studierte 2010-2014 am Jerewaner Staatskonservatorium
bei  Ashot  Zohrabyan  Komposition.  2012  wurde  er  Preisträger  des  internationalen  Wettbewerbs
Renaissance (Gjumri, Armenien) und des EstoVest Festivals (Turin, Italien). 2014 gewann er den ersten
Preis der Sayat Nova International Composition Competition und wurde mit dem Preis der Armenischen
Staatsphilharmonie und dem Carnegie Hall Preis ausgezeichnet. 2016 nahm er an Meisterkursen bei
Carola  Bauckholt,  Oscar  Bianchi,  Fabien  Lévy  und  am  Workshop  bei  Toshio  Hosokawa  und  Péter
Eötvös in Budapest teil, wo er György Kurtág begegnete. Von 2015-2018 war Hovik Sardaryan DAAD-
Stipendiat  und  studierte  Komposition  bei  Wolfgang  Rihm  an  der  Hochschule  für  Musik  Karlsruhe.
Derzeit studiert er Musikinformatik mit Schwerpunkt Sonic Arts an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

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