Siegerentwurf für das Konzerthaus Nürnberg vom Team Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH (Nürnberg) in Arbeitsgemeinschaft mit Super Future Collective (Nürnberg) und Topotek 1 Architektur GmbH (Berlin/Zürich)
Siegerentwurf für das Konzerthaus Nürnberg vom Team Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH (Nürnberg) in Arbeitsgemeinschaft mit Super Future Collective (Nürnberg) und Topotek 1 Architektur GmbH (Berlin/Zürich)

Naturstein-, Holz- und Glaselemente

Baubeginn soll im Sommer 2021 sein, die Fertigstellung ist für den Sommer 2023 vorgesehen. Bereits im April 2016 hat der Freistaat Bayern eine großzügige finanzielle Unterstützung beim Bau des Nürnberger Konzerthauses zugesagt.

 

Den Wettbewerb für den Neubau eines Konzerthauses in Nürnberg hat das Team Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH (Nürnberg) in Arbeitsgemeinschaft mit Super Future Collective (Nürnberg) und Topotek 1 Architektur GmbH (Berlin/Zürich) gewonnen. Der Vorschlag mit Naturstein-, Holz- und Glaselementen zeichnet sich durch Klarheit aus und schafft mit der Meistersingerhalle eine gelungene Ensemblewirkung.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der kürzlich erst ankündigte, die Oper Augsburg in den Rang eines Staatstheaters zu erheben, sagte zu der Nürnbeger Entscheidung: „Hochkultur findet auch in Nürnberg statt. Nicht nur München hat einen schönen Konzertsaal verdient, sondern auch Nürnberg. Deshalb habe ich mich von Anfang an dafür stark gemacht, dass der Freistaat Bayern den Bau des neuen Konzerthauses in Nürnberg kräftig unterstützt. Heute freue ich mich, dass der Traum vieler Nürnberger endlich Gestalt annimmt. Der ausgewählte Entwurf hat Strahlkraft und wird in Nürnberg ein neues kulturelles Ausrufezeichen setzen.“

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly teilt diese Freude: „Das aufwändige Verfahren mit mehreren vorgeschalteten Standort- und Marktuntersuchungen und einem zweistufigen Wettbewerb hat sich gelohnt. Der Siegerentwurf findet eine zeitgemäße Antwort auf die Meistersingerhalle, ohne sich ‚vorzudrängeln‘, man könnte von zeitloser Eleganz sprechen. Es ist erkennbar ein Kulturbau und nach Ansicht der Fachleute in der Jury erbringt er die besten Voraussetzungen für eine exzellente Akustik.“

Der Wettbewerb war auf Beschluss des Stadtrats im Oktober 2017 durch die Stadt Nürnberg als offener, zweiphasiger anonymer Wettbewerb ausgelobt worden. Insgesamt 246 Büros aus aller Welt nahmen an dem Wettbewerb teil. 20 von ihnen hatte die Wettbewerbsjury eingeladen, in einer zweiten Phase ihre Entwürfe gemeinsam mit einem Landschaftsarchitekten auszuarbeiten. Unter Vorsitz des Münchener Architekten Amandus Sattler tagten und berieten sich etwa 60 Fach- und Sachpreisrichter, Sachverständige und Gäste an insgesamt vier Tagen bis zum heutigen Mittag, um eine gestalterisch wie inhaltlich und technisch optimale Lösung für das neue Konzerthaus im Herzen der Nürnberger Südstadt zu finden.

Die Anforderungen an ein zeitgemäßes Konzerthaus mit herausragender akustischer Qualität und in direkter Nachbarschaft zur denkmalgeschützten Meistersingerhalle standen bei den Beratungen der Jury besonders im Fokus. Das Projekt ist Teil des Nürnberger Kulturpakets, das zwei weitere Baumaßnahmen umfasst: die Sanierungen des Opernhauses und der Meistersingerhalle. Nach Eröffnung des Konzerthauses im Jahr 2023 steht die Meistersingerhalle während der Sanierung des Opernhauses als Interimsspielstätte zur Verfügung. Die Bayerische Staatsregierung hat die Planung des Konzerthauses mit 100.000 Euro bezuschusst. Für den Bau ist vorgesehen, dass der Freistaat 75 Prozent der förderfähigen Kosten über das Gesetz über den Finanzausgleich zwischen Staat, Gemeinden und Gemeindeverbänden finanzieren wird.

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