Mira Wang. Foto: Peter Rigaud
Mira Wang. Foto: Peter Rigaud

Natur in der Musik in Dresden

Die Dresdner Musikfestspiele wollen 2020 unter dem Motto "Inspiration Natur" Zeichen setzen.

Vielfalt ist das Zauberwort – in der Natur wie bei den Dresdner Musikfestspielen 2020. Intendant Jan Vogler hat das Festival vom 12. Mai bis 12. Juni 2020 mit dem Motto "Inspiration Natur" überschrieben und präsentiert in 63 Konzerten an 25 Spielstätten ein facettenreiches Programm, das mühelos den Bogen von den New Yorker Philharmonikern über den senegalesischen Weltmusiker Pape Diouf bis hin zu Rocklegende Sting schlägt. Ein Schwerpunkt der 43. Dresdner Musikfestspiele liegt 2020 zudem auf dem Werk Ludwig van Beethovens. Dem großen Revolutionär der Klassik sind 19 Konzerte gewidmet, in denen sich die Breite seines Wirkens mannigfaltig widerspiegelt. Ein Höhepunkt der Beethoven-Feierlichkeiten ist die Weltpremiere des Tripelkonzerts »Alisma« für Violine, Violoncello und Klarinette des Schweizer Komponisten William Blank. Als Hommage an Beethovens berühmtes Tripelkonzert wird es am 21. Mai 2020 vom Danish National Symphony Orchestra unter der Leitung von Fabio Luisi mit Mira Wang (Violine), Jan Vogler (Violoncello) und Daniel Ottensamer (Klarinette) als Solisten erstmals in Dresden erklingen.

»Die Natur steht im Brennpunkt des menschlichen Interesses. Für die Komponisten vergangener Epochen war sie unerschöpfliche Inspiration, für die Künstler der Gegenwart ist sie Maßstab und Quelle der Vitalität. Werden die zukünftigen Generationen Vielfalt und Reichtum der Natur ebenso erfahren können? Das Programm der Musikfestspiele 2020 kann als Beitrag zu dieser weltweit intensiv geführten Diskussion verstanden werden«, sagte Jan Vogler, Intendant der Dresdner Musikfestspiele heute in Dresden.

Im Rahmen des von den Vereinten Nationen initiierten »Beethoven Pastoral Projects« am 5. Juni 2020 widmet sich auch das Dresdner Festspielorchester – ganz im Zeichen des diesjährigen Festspielmottos – dem Jahresjubilar Ludwig van Beethoven. Unter der Leitung von Chefdirigent Ivor Bolton spüren die Musiker auf historischem Instrumentarium dem Originalklang von Beethovens 5. und 6. Sinfonie nach, bevor René Jacobs mit Brahms‘ »Ein deutsches Requiem« in der zweiten Arbeitsphase des Orchesters sein Debüt am Pult des Klangkörpers gibt. Künstler wie Barbara Hannigan & die Münchner Philharmoniker, Murray Perahia & Academy of St Martin in the Fields, Philippe Jaroussky, Jamie Cullum, Aoife O’Donovan, Till Brönner und Martin Grubinger versprechen vielfältige Inspirationen bei den 43. Dresdner Musikfestspielen. 

Mit dem BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Sakari Oramo und dem Geiger Gil Shaham sowie dem BBC Philharmonic unter Omer Meir Wellber mit Jan Vogler als Solisten sind zudem gleich zwei britische Klangkörper in Dresden zu Gast. Das Avishai Cohen Trio macht auf einer Welttournee durch 50 Länder für das einzige Deutschland-Konzert in Dresden Halt, während Patricia Kopatchinskaja & das Orchester des Wandels im Festspielhaus Hellerau mit einem inszenierten Konzert ein Zeichen für den Umweltschutz setzen. Die Folk Music Group des National Gugak Center in Seoul bringt traditionelle Musik aus Korea in die Semperoper und mit einem Konzert der St. Petersburger Philharmoniker unter Yuri Temirkanov und dem Geiger Emmanuel Tjeknavorian feiern die Musikfestspiele die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und St. Petersburg. Die Künstlergruppe »Bohème 2020« feiert mit einem Best-of aus sechs inspirierenden Jahrgängen ihr Projektfinale, während bei den Open-Airs »Klingende Stadt« und »Dresden singt & musiziert« alle dazu eingeladen sind, die Freude am gemeinsamen Musizieren zu teilen.

Der Kartenverkauf für die 43. Dresdner Musikfestspiele beginnt am 30. Oktober 2019.

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