Eine junge Musikerin bei den Young Euro Classics. Bild: Kai Bienert/mutesouvenir
Eine junge Musikerin bei den Young Euro Classics. Bild: Kai Bienert/mutesouvenir

Nachwuchs kommt in Berlin zusammen

Die Young Euro Classic findet anders als gewohnt statt.

Das Anliegen, jungen Profis in dieser schweren Zeit sowohl Plattform als auch Perspektive zu bieten, teilt Young Euro Classic mit der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Barenboim-Said Akademie.

„Nach dieser verrückten Zeit freue ich mich besonders, öffentlich aufzutreten. Ich persönlich schätze die Notwendigkeit, mit Musik eine Botschaft zu vermitteln und habe das Feedback des Publikums sehr vermisst. Mir ist klar geworden, wie glücklich wir uns schätzen können, jetzt wieder für die Öffentlichkeit zu spielen", so der Violinist Yamen Saadi, Student an der Barenboim-Said Akademie, über die Chance, die Young Euro Classic für junge Profis darstellt.

Der Klang des Miteinanders –  Das Programm von Young Euro Classic

Das Publikum von Young Euro Classic kann diesmal das „reichhaltige Geschenk unserer Kulturgeschichte" entdecken: „In der Kammermusik kristallisieren sich die Bausteine des Miteinanders", erklärt Dieter Rexroth, künstlerischer Leiter des Festivals. „Weil die Öffentlichkeit lange ohne musikalische Erlebnismöglichkeit war, geht es jetzt erst einmal um die Erfahrung –  mit Musik, die den Gästen vertraut ist."

Der europäische Gedanke durchdringt das Programm in all seinen Facetten: Das Eröffnungskonzert am 01.08. etwa bezieht sich auf Griechenland und die Antike. Die Werke von Nikos Skalkottas und Yannis Xenakis, sowie Mendelssohn und Bartók werden vom griechisch-albanischen Geiger Jonian Ilias Kadesha gemeinsam mit jungen Musiker*innen aus ganz Europa interpretiert. Zwischen den Stücken begleiten Texte der Autorin Lea Singer zum Thema „Mythos – Erinnerung – Zukunft" den Abend.

Vier Abende entführen das Publikum in europäische Metropolen, in denen die Musikgeschichte maßgeblich geprägt wurde: Angefangen in „Wien" am 02.08., schlagen Studierende der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin den Bogen von Haydn und Schubert zu Schönberg, Berg und Webern. Am 05.08. steht Paris im Mittelpunkt: Musiker*innen aller drei Berliner Ausbildungsinstitutionen – Universität der Künste Berlin, Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und Barenboim-Said Akademie - interpretieren Debussy, Ravel, Boulez u.a.. Am 06.08. führt die Reise nach St. Petersburg: das deutsch-russische „Ensemble 2012" spielt Prokofjew, Tschaikowski und Mussorgski. Das Panorama der Metropolen endet am 07.08. in Berlin, mit einer Zeitreise durch 100 Jahre Swing, Schlager und Hits, aufgeführt von Studierenden des Jazz-Instituts Berlin, unter der Leitung des Berliner Philharmonikers Wieland Welzel.

Am 03.08. präsentieren Musiker der Barenboim-Said Akademie ein Programm mit spezieller Berliner Note (u.a. Fanny Hensel und Mendelssohn Bartholdy). Der 04.08. steht ganz im Zeichen der Romantik, mit Kompositionen von Brahms sowie Clara und Robert Schuman. Solo-Werken von Johann Sebastian Bach widmen sich vier internationale Studierende der Berliner Ausbildungsstätten am Abend des 08.08.

Am 08.08. und 10.08. konzertieren langjährige Freunde von Young Euro Classic in kleiner Besetzung: Das Bundesjugendorchester spielt Mozarts Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur KV 299 sowie Schuberts „Forellenquintett" A-Dur D 667. Das European Union Youth Orchestra wiederum glänzt mit Mozart, Tscherepnin, Grans und mit Jubilar Beethovens erster Symphonie in einer außergewöhnlichen Fassung für Bläserensemble und Kontrabass.

www.young-euro-classic.de

 

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